Donnerstag, 23. Jänner 2003

mica startet "Exportoffensive" für österreichische Musik

  • Internetplattformen und "Austrian Music Export Office"

Im Rahmen einer "Exportoffensive" für österreichische Musik startet das mica (music information center austria) zwei neue Internetportale, die umfangreiche Information aus dem nationalen und internationalen Musikbereich bieten werden. Ebenfalls dem verstärkten Musik-Export dient die geplante Gründung der mica-Tochter "Austrian Music Export Office", die als Serviceeinrichtung die österreichische Musikwirtschaft bei der Erschließung internationaler Märkte unterstützen soll.

Ziel des Austrian Music Export Office sei, die "wirtschaftliche Stärke der heimischen Musikwirtschaft nachhaltig zu verbessern", die Verkaufsziffern der Musikproduktionen durch Verbesserung des Exportanteils zu erhöhen sowie neue Märkte zu erschließen und zu bearbeiten. Es wendet sich an Tonträgerproduzenten, Verlage, Vertriebe und Manager, aber auch an die immer größer werdende Zahl an Künstlern, die ihre Arbeit "in Kleinstunternehmen selbst professionell vermarkten".

Koop mit Außenministerium
In Kooperation mit dem Außenministerium sollen weiters internationale "Austrian Music Contact Points" als Anlaufstellen für Musik innerhalb der bestehenden Einrichtungen der Auslandskulturpolitik entstehen. Dort soll "komprimierte Information zum gegenwärtigen österreichischen Musikleben an relevante Multiplikatoren" (Medien, Veranstalter, Musikschaffende und die Politik im Gastland) weitergegeben werden. Österreich-Präsentationen sind in den USA, Deutschland und Italien geplant, so gibt es u. a. im Österreichischen Kulturforum in New York im April ein einwöchiges Programm elektronischer Musik, "moving patterns".

Online-Promotion
Am 1. März startet unter der mica-Webadresse (mica.at) die "umfangreichste Online-Promotionplattform für aktuelle Musik aus Österreich", die schrittweise mit Informationen zu 2.800 Komponisten und Musikern, 900 Ensembles sowie 5.000 Organisationen und Unternehmen gefüttert werden soll. Materialien wie Publikationen, Pressestimmen, Discografien, Biografien und Infos zu rund 40.000 Werken sollen auf der Homepage - täglich aktualisiert - abrufbar sein.

EU-Kulturförderungsprogramm
Vorbereitet wird weiters auf Initiative des mica mit internationalen Partnern und finanzieller Unterstützung durch das EU-Kulturförderprogramm Culture 2000 der "European Music Navigator", der bis 2004 zum größten Such-Portal für europäische Musik im Non-Profit-Bereich werden soll. Unter der Adresse "musicnavigator.org" wird der direkte Zugriff auf eine Vielzahl an musikspezialisierten und täglich aktualisierten Katalogen und Websites ermöglicht. Zur schnellen Informationsfindung wird für den Music-Navigator eine eigene Musik-Ontologie entwickelt, die einem Wörterbuch musikalischer Fachbegriffe mit mehrsprachigen Ausdrücken und Synonymen gleicht, hieß es von Seiten des mica. Im Rahmen der Entstehung des Portals widmet sich am 21. März ein internationales Open E-Commerce Symposium in Wien den Modellen und Strategien für Musik im Internet zwischen Profit und Non-Profit.

Weitere Informationen:

  • mica-Website
  • Music-Navigator-Website

    23.1.2003 11:32