Montag, 20. Jänner 2003

Hi-Tech: Autovermietung "a la Card"

  • "Denzeldrive" soll Vorteile von Mieten und Sharing vereinen

Man muss keinen Wagen besitzen, um einen zu fahren: Das Autohaus Wolfgang Denzel AG (Wien) will mit High Tech die klassische Autovermietung revolutionieren. Gebucht wird über Telefon oder Internet, die Informationen gehen via SMS direkt an den Bordcomputer. Die Türen der Fahrzeuge, die an 193 Standplätzen in Österreich auf "Carsharer" warten, öffnen mit Hilfe einer Chipkarte.

"Denzeldrive", seit einigen Jahren im Pilotversuch getestet, soll die Vorteile von Automieten und Carsharing vereinen, sagte Günter H. Sieber, Vorstandsvorsitzender der Denzel AG in Wien. Zielgruppen sind Geschäftsreisende, Nutzer des öffentlichen Verkehrs, Familien mit Bedarf an einem weiteren Fahrzeug, Touristen und Lenker, die Ersatz für den eigenen Wagen brauchen, etwa nach einem Unfall oder weil der Pkw beim Service ist.

Weitläufiges Netz
Ein Netz von 180 Standplätzen und 13 Centern soll Kundennähe garantieren. Der Fahrzeugpool umfasst 700 Klein- und Mittelklassewagen sowie 50 Transporter. Das Reservierungsminimum beträgt eine Stunde. Die Kosten sind "All-inclusive"-Tarife und nutzungsbezogen (kategorieabhängiger Stundentarif ab 1,70 Euro pro Stunde plus Kilometertarif ab 0,34 Euro).

Abholung: Rund um die Uhr
Abgeholt werden kann das Auto rund um die Uhr. An der Grenze ist nicht Schluss: Durch eine Kooperation mit National CarRental und dem Mietwagenbroker holiday autos stehen in rund 70 Ländern 250.000 Fahrzeuge zur Verfügung.

11.000 Kunden im System
Bisher hat "Denzeldrive" 11.000 Kunden im System, 6.200 werden als "Aktive" geführt, die das Angebot ständig nutzen, sagte Wolfgang Bauer, Geschäftsführer der Denzeldrive Carsharing GmbH. Gebucht wird der gewünschte Wagen entweder über ein Call Center (40 Prozent der Kunden), über das Internet (50 Prozent) oder ein automatisches Rufsystem (zehn Prozent).

Chipkarte: Jahresgebühr von max. 48 Euro
In Anspruch nehmen kann das Angebot grundsätzlich jeder. Am günstigsten fährt man laut Unternehmen als "DenzelDriver" mit persönlicher Chipkarte. Die Jahresgebühr beträgt laut Bauer maximal 48 Euro pro Jahr, für Besitzer einer Jahreskarte der Wiener Linien, des Vorarlberger Verkehrsverbundes, der Linz Linien, der Verbundlinie Graz, der Innsbrucker Verkehrsbetriebe oder einer ÖBB-Vorteilscard, ÖAMTC-Mitglieder sowie Schüler und Studenten gibt es Vergünstigungen.

Weitere Informationen:

  • Denzel-Website

    20.1.2003 13:05