Mittwoch, 22. Jänner 2003

Die Fendrichs: Einfach auseinander gelebt

  • PLUS: Fendrich im Interview

Nach dem privaten Crash: Fendrich über das Ende seiner Ehe und seine Pläne. Und warum er jetzt auf Mallorca ein Musical schreiben will.

Einen kleinen Flirt gibt er zu. Aber dass wirklich eine Frau hinter der spektakulären Fendrich-Trennung (NEWS berichtete in der Vorwoche in einer großen Exklusiv-Coverstory darüber) steckt: Nein, das bestreitet Österreichs Künstler-Multi Rainhard Fendrich erbittert. „Die Leute“, sagt er im NEWS-Exklusivinterview, „können sich nicht mehr vorstellen, dass man auch in Würde auseinander gehen kann. Unsere Ehe ist nicht zerrüttet oder zerbrochen, sondern sie ist einfach entschlafen.“

„Hatte mehr als drei Affären.“
Zwar, so bekennt er als Gentleman, der sich seiner moralischen Offenlegungsverpflichtungen durchaus bewusst ist: „Ich hatte einige Affären, sicher mehr als drei. Aber wir haben einander nichts vorzuwerfen. Ich bin ja auch nur ein Mann.“

Die Ehe aber, so der Sänger weiter, sei nach 19 Jahren just durch jene Maßnahme „entschlafen“, die ihn aus der schwierigsten Situation seiner Karriere rettete. „Als das Verhältnis mit meinem Manager zerbrach, standen wir vor dem Abgrund. Den totalen Absturz hat die Andrea, die ja sehr geschäftstüchtig ist, dann verhindert.“ Das Geschäft blühte, die Ehe verkümmerte. Dass man einander den ganzen Tag lang sah, zog als logische Konsequenz nach sich, „dass die Abende stiller wurden“ (Fendrich).

Unterschiede, die man zuvor toleriert hatte, wurden plötzlich relevant. Zum Beispiel hatte er die meisten Bekannten seiner Frau von Tennis und Skifahren nie zu Gesicht bekommen. Fendrich: „Ich liebe die Sonne und das Meer und hasse die Kälte.“ So begann auch er, neue Bekanntenkreise zu erschließen: „Plötzlich hatten wir immer weniger Berührungspunkte. Am 13. Jänner 2003 abends beschlossen wir, dass wir uns trennen. Sauber und fair.“

Der wahre Grund
Jetzt spricht alle Welt von der ansehnlichen Berlinerin Ina Nadine Wagler, Zweitbesetzung im Fendrich-Opus „Wake Up“ am Wiener Raimundtheater, als Anbahnerin des ehelichen Finales. Gentleman Fendrich will da etwas zurechtgerückt wissen: „Diese humorvolle, hochintelligente Künstlerin, die mit 28 Jahren erst am Beginn der Karriere steht, weiß gar nicht, wie ihr geschieht. Das ist wie ein Erdbeben über sie gekommen.“ Und: „Ich will vor ihr jetzt nicht wie ein Volltrottel dastehen. Aber wir waren bloß zweimal essen. Mehr als ein Flirt ist da nicht. Ich habe zurzeit auch andere Probleme als neue Verhältnisse.“

Geschäftlich werden Rainhard und Andrea Fendrich verbunden bleiben. Diese Erfolgsstory zu beenden wäre fahrlässig. Schließlich ist der Entertainment-Multi nicht zuletzt im Gefolge der Geschäftstüchtigkeit seiner Frau bis Ende 2004 ausgebucht. Doch die Routine drohte sich anderweitig unheilvoll auszuwirken: „Ich hatte schon die Panik, dass mir künstlerisch nichts mehr einfallen würde.“

Die Scheidung? Ist noch kein Thema. Fendrich: „Ich kenne so viele, die getrennt, aber nicht geschieden sind. Für uns wird sich die Frage der Scheidung erst stellen, wenn wir neue Lebenspartner haben, mit denen wir eheähnlich zusammenleben möchten.“

M. Schenz

Die ganze Story lesen Sie im neuen NEWS.

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    22.1.2003 14:08