UBS streicht etwa 800 Stellen in der Schweiz
- "Optimierungsprozess und Abbau von Doppelgleisigkeiten"

Der größte Schweizer Finanzkonzern UBS will in der Schweiz im Laufe des Jahres rund 800 Stellen streichen. Es handle sich dabei um einen laufenden Optimierungsprozess sowie um den Abbau von Doppelgleisigkeiten, erklärte UBS-Sprecher Christoph Meier zu einem Artikel der Zürcher "SonntagsZeitung", in dem es hieß, von dem Abbau seien vor allem die Vermögensverwaltung und das Firmenkundengeschäft betroffen.
Die UBS baute im Jahr 2000 mehr als 900 Stellen ab. In den ersten neun Monate 2001 fielen nach Angaben der Bank weitere 600 Stellen weg. Ende September beschäftigte die UBS in der Schweiz fast 29.000 Mitarbeiter, weltweit waren es fast 70.000.
Die UBS gehe davon aus, dass sich bei den Arbeitsplätzen der Trend der vergangenen zwei Jahre fortsetze, sagte der UBS-Sprecher weiter. Ein Programm für einen Arbeitsplatzabbau gebe bei UBS aber nicht.
Der nun ins Auge gefasste Abbau werde vor allem in Bereich der Abwicklung und Verarbeitung (Back-Office) und nicht an der Kundenfront stattfinden.
Laut der "SonntagsZeitung" kritisieren Gewerkschaften und andere Arbeitnehmervertreter an der UBS eine "bruchstückhafte Information". Die UBS musste bisher weniger Arbeitsplätze abbauen als etwa der Credit-Suisse-Konzern, der für das letzte Jahr einen Verlust von mehr als drei Milliarden sfr erwartet. Die UBS erzielte in den ersten neun Monaten 2002 dagegen einen Gewinn von 942 Millionen sfr.
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