Deutschland: Millionenbuße nach Boykottaufrufen
- Kartellamt: Bei Entsorgung von Verkaufsverpackungen
Das deutsche Kartellamt hat Bußgelder von insgesamt 4,4 Mio. Euro gegen das Duale System Deutschland (DSD), weitere Verbände und Firmen wie die Metro AG verhängt. Nach Einschätzung der Wettbewerbshüter haben die Betroffenen durch Boykottaufrufe versucht, den Wettbewerb bei der Entsorgung von Verkaufsverpackungen zu beschränken.
Auf die Metro entfalle ein Bußgeld von 325.000 Euro, sagte Kartellamtschef Ulf Böge am Donnerstag in Bonn. Die betroffenen Verbände und Firmen hätten in zwei Fällen gravierend gegen das Kartellgesetz verstoßen, sagte Böge. Er unterstrich zudem, dass das Duale System Deutschland (DSD) nach Auffassung der Wettbewerbshüter ein Kartell darstelle, das das Bundeskartellamt voraussichtlich nicht über das Jahr 2006 hinaus akzeptieren werde.
Das Duale System erklärte nach dem Entscheid des Kartellamtes, man halte die Vorwürfe für unberechtigt und in der Sache unbegründet. Deshalb werde das DSD gegen die Bußgeldbescheide Widerspruch einlegen.
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