Gmundner Pumpenfirma Hauke bleibt gelassen
- Geschäftsführerin: "Bin mir keiner Schuld bewusst"
Die Geschäftsführerin der Gmundner Pumpenfabrik Hauke, Liesl Meissl, sieht einer etwaigen Klage von US-Golfkriegs-Veteranen wegen angeblicher Lieferungen für das irakische Chemiewaffenprogramm gelassen entgegen. "Ich glaube nicht, dass da was rauskommt. Ich bin mir keiner Schuld bewusst". Eine der beiden anderen von Klagen bedrohten Firmen existiert seit 1996 nicht mehr.
Meissl bestätigte, dass ihre Firma in den 80er Jahren Pumpen in den Irak geliefert habe. Mit diesen Geräten könne man "alles pumpen, von Wasser bis Parfüm". Auch heute noch treibe Hauke - mit Bewilligung durch UNO und Außenministerium - Handel mit dem Irak.
Neuberger noch nicht kontaktiert
Auch dem steirischen Kunststofferzeuger Neuberger wird vorgeworfen, in den Jahren 1985 bis 1988 Ausrüstung für die Produktion von Chemiewaffen in den Irak geliefert zu haben. Er wurde aber noch nicht in Sachen Klage kontaktiert.
GIG existiert nicht mehr
Lieferungen für das irakische C-Waffenprogramm werden auch einer dritten österreichischen Firma zur Last gelegt. Dabei soll es sich um das im Jahr 1996 in Konkurs gegangene Unternehmen "GIG Ing. Grill Grossmann" (Attnang-Puchheim) handeln, teilte die Firma "GIG Apparate- und Anlagenbau Gmbh" (Attnang-Puchheim) mit. Im Firmendatenverzeichnis der Wirtschaftskammer Österreich scheint allerdings auch die Firma "Grill & Grossmann, Anlagen und Apparate für Chemietechnik GmbH" (Wien) auf. Nach Angaben der Wiener Wirtschaftskammer ist es zweifelhaft, ob dieses Unternehmen noch aktiv sei. Es scheine zwar noch im Firmenbuch auf, sein Telefonanschluss existiere aber nicht mehr, teilte ein Kammer-Mitarbeiter mit.
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