OMV: Details zu den Akquisitionen
- Bedeutende Assets in Tunesien, Neuseeland, Katar, Jemen, Albanien, Ecuador und Venezuela von TUI-Tochter Preussag Wien
Die nun durch die OMV von der TUI-Tochter Preussag Energie erworbenen Assets umfassen in Tunesien die produzierenden Ölfeldern Ashtart, Rhemoura, Guebiba/El Hajeb, Cercina und Gremda/El Ain. Für 2003 wird dort eine tägliche Produktion von rund 11.000 bbl erwartet, was dem Anteil der Preussag Energie GmbH (Preussag) entspricht. Der Großteil der Produktion, rund 8.000 bbl/Tag, stammt vom Offshore Feld Ashtart.
Zudem übernimmt OMV in Tunesien eine Beteiligung am Gasfeld Chergui, das sich derzeit in Entwicklung befindet, sowie die Betriebsführung für die drei Explorationslizenzen El Jem, Kerkennah West und Maatoug sowie die Förderkonzession Halk el Menzel. Bei El Jem beträgt der Preussag-Anteil 100 Prozent, sonst jeweils lzwischen 49,0 und 50,5 Prozent. Die sicheren Reserven in Tunesien betragen 34 Mio. boe, die sicheren und wahrscheinlichen Reserven 54 Mio. boe (Preussag-Anteil). Derzeit produziert OMV in Tunesien rund 22.000 bbl pro Tag.
In Neuseeland umfassen die erworbenen Assets das Gas-/Kondensatfeld Pohokura, dessen wahrscheinliche Reserven 44 Mio. boe (gemessen am Pohokura-Anteil von 35,86 Prozent), sowie drei zusätzliche Explorationslizenzen (24, 15 bzw. 50 Prozent). Das Feld für OMV eine optimale Ergänzung zu den erst kürzlich akquirierten 10 Prozent am neuseeländischen Gasfeld Maui dar. Pohokura soll voraussichtlich 2005 in Produktion gehen. Derzeit produziert OMV in Australien/Neuseeland täglich rund 12.000 boe.
In Katar erfolgt für OMV mit dem produzierenden Ölfeld (Al Rayyan, Block 12) und dem Explorationsblock 13 den Eintritt in die südliche Golfregion. Al Rayyan produziert täglich rund 1.000 bbl und verfügt über sichere Reserven von rund 5 Mio bbl, die sicheren und wahrscheinlichen Reserven liegen (für die Preussag-Anteile von je 7,5 Prozent) bei 8 Mio bbl. Im Jemen werden Explorationsprojekte und die Betriebsführerschaft in Block S2 (Preussag-Anteil 44,0 Prozent) im Zentraljemen erworben. OMV ist seit Juli 2001 im Nordjemen aktiv und führt dort Explorationstätigkeiten in Block 60 durch.
Die albanischen Assets umfassen eine Beteiligung am Ölfeld Patos-Marinza und zwei Explorationsblöcken. Patos-Marinza ist eines der größten Onshore-Ölfelder Europas mit rund 2 Mrd. bbl initialem Ölinhalt, wovon bis jetzt erst rund 7 Prozent produziert wurden. Dieses Feld wird im Rahmen einer Neuentwicklung durch Abteufen von 25 Bohrungen weiter erschlossen. Die sicheren Reserven betragen 1 Mio. bbl, die sicheren und wahrscheinlichen 8 Mio. bbl (Preussag-Anteile 17,5 Prozent bei Patos-Marinza sowie je 33,33 Prozent bei Blöcken D und E). OMV ist in Albanien seit 1991 tätig und verfügte dort bisher über drei Explorationsblöcke.
Als Teil des internationalen Preussag-Geschäfts erwirbt OMV auch Beteiligungen in Südamerika, die man bewerten und dann über mögliche Optionen entscheiden werde. In Ecuador geht es um Beteiligungen an den Blöcken 7 (Anteil 25,0 Prozent) und 21 (17,5 Prozent), die produzierende Ölfelder und Explorationsmöglichkeiten enthalten. Für die zwei Blöcke betragen die sicheren Reserven 12 Mio. bbl, die sicheren und wahrscheinlichen 18 Mio. bbl. Für 2003 erwartet OMV eine durchschnittliche Tagesproduktion von rund 3.000 bbl (Preussag-Anteil).
In Venezuela erhält OMV den 90-prozentigen Anteil am Ölfeld Cabimas und 30,0 Prozent am Ölfeld Boqueron. Der Preussag-Anteil an der Förderung beträgt rund 5.000 bbl pro Tag. Die sicheren Reserven belaufen sich auf 25 Mio. bbl, die sicheren und wahrscheinlichen Reserven auf 40 Mio. bbl.
Die OMV ist mit 7,74 Mrd. Euro Konzernumsatz im Jahr 2001, einem Mitarbeiterstand von 5.659 sowie einer Marktkapitalisierung von 2,5 Mrd. Euro als führendes Öl- und Gasunternehmen Mittel- und Osteuropas hier in 12 Ländern im Bereich Raffinerien und Marketing tätig und betreibt weltweit in 13 Ländern Exploration und Produktion. In ihrer Kernregion Mittel-Osteuropa will sie bis 2008 ihre Tankstellenanzahl auf 2.000 und den Marktanteil im Tankstellen- und Kundengeschäft auf 20 Prozent erhöhen sowie im E&P-Bereich die Fördermenge auf 160.000 boe/Tag steigern.
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