Dienstag, 21. Jänner 2003

Kriegsangst: OPEC-Öl auf neuem 2-Jahres-Hoch!

  • Über 32 Dollar - höchster Stand seit November 2000
  • Experten rechnen mit weiterem Preisanstieg

Die Furcht vor einem Irak-Krieg und stark gesunkene Vorräte in den USA haben den Rohöl-Preis deutlich nach oben getrieben. Öl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) ist wieder teurer geworden. Ein Barrel (159 Liter) habe in der vergangenen Woche 32,41 Dollar (30,06 Euro) gegenüber 31,89 Dollar in der Woche davor gekostet, berichtete das OPEC-Sekretariat in Wien.

Am vergangenen Freitag sei der Preis sogar bis auf 32,63 Dollar gestiegen. So hoch lag der Preis seit mehr als zwei Jahren nicht mehr. Das Kartell strebt einen Richtpreis zwischen 22 und 28 Dollar an. Die OPEC-Erdölminister treffen sich am 11. März in Wien, um über Fördermengen und Preise zu beraten.

OPEC will Öl nicht als Druckmittel einsetzen
Die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) will Öl nicht als Druckmittel einsetzen. "Energie ist ein empfindlicher Faktor in der internationalen Wirtschaft. Daher glauben wir nicht, dass die OPEC Öl als Waffe einsetzen sollte", zitierte die OPEC-Nachrichtenagentur (OPECNA) am Montag in Wien den Energieminister von Katar, Abdullah bin Hamad Al Attiyah. Der Politiker ist amtierender OPEC-Präsident.

Nach einem iranischen Zeitungsbericht dürfte der Preis für OPEC-Öl im Falle eines Irakkrieges auf eine Marke von deutlich über 40 Dollar (37,1 Euro) klettern. Ein solcher Preis stieße die Weltwirtschaft ins Chaos, zitierte die OPECNA am Montag die Teheraner Zeitung "Iran Daily". Unmittelbar vor dem letzten Golfkrieg im Jahre 1991 habe der Barrel-Preis 41,50 Dollar betragen.

21.1.2003 13:38