Montag, 20. Jänner 2003

Post-Verkauf: Gewerkschaft droht mit großem Streik

  • ÖIAG hat den Verkaufsprozess der Post AG eingeleitet

Die Postgewerkschaft droht mit einem groß angelegten Streik, sollte es einen Regierungsauftrag für die mehrheitliche Privatisierung der Österreichischen Post AG geben. "Zur Kenntnis nehmen werden wir das sicher nicht", drohte Postgewerkschafter Martin Palensky am Montag zur APA. Die Postgewerkschaft hat bereits Anfang Dezember eine 17 Leute starke Projektgruppe eingerichtet.

Wenn es zu einem Streik kommen sollte, würden die Proteste "eine Größenordnung annehmen, wie sie noch nie dagewesen ist", so Palensky weiter. Eine Ausweitung der Proteste auf die Telekom, die Austro Control und sogar die ÖBB schließt der Gewerkschafter nicht aus.

Finanzminister Karl-Heinz Grasser erhöhe den Druck zur Privatisierung der Post. Die Gewerkschaft sieht dafür jedoch "keine Notwendigkeit". Grasser gehe es nicht um das Unternehmen, sondern nur um Geld für das Budget, wirft Palensky dem Finanzminister vor.

Nach Ansicht des Gewerkschafters könne sich die Post aus eigener Kraft auf den Wettbewerb vorbereiten. Die stillen Reserven reichten für die notwendigen Investitionen in die Logistik aus. "Die Post ist kein Zuschussbetrieb", so Palensky.

20.1.2003 17:33