Sprint-Abfahrt in Kitz: Rahlves vor Cuche und Aamodt
- Eberharter verpasst Stockerl um 1 Hundertstel, 6. Maier
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·KITZ-ABFAHRT
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·Das RESULTAT
Endergebnis der Streif-Abfahrt
·Maier happy
"Platz zwei wäre schon toll gewesen"
·Blechkolonnen
Kilometerlange Staus rund um Kitz
·Arnie in Kitz
Um 1200 Euro Trachten geshoppt!
·Neuer Rekord
In Kitz geht es um 430.000 Euro!
·Maier-BILDER
Die 2. Abfahrt nach dem Comeback!
Österreichs Stars haben am Samstag in Kitzbühel eine empfindliche Niederlage erlitten. "Monster" Daron Rahlves gewann auf verkürzter Strecke als erster US-Amerikaner ein Weltcup-Rennen auf der entschärften Streif. Mit 1:09,63 gewann er die Hundertstel-Schlacht vor dem Schweizer Didier Cuche (+0,05) und dem Norweger Kjteil-Andre Aamodt (+0,08), Stephan Eberharter verpasste vor 45.000 Zuschauern den Sprung aufs Podest hauchdünn und wurde nur neun Hundertstel hinter Rahlves Vierter.
Nach drei Siegen in Folge durch Eberharter im Vorjahr, Hermann Maier (2001) und Fritz Strobl (2000) schafften die ÖSV-Stars damit in Kitzbühel erstmals seit 1998 nicht nicht einmal einen Platz auf dem Podest. Vielleicht auch, weil die letzte Abfahrt vor der WM wegen Nebels mehrmals verschoben und schließlich mit zweidreiviertel Stunden Verspätung auf 2.000 m verkürzt und an der Alten Schneise gestartet wurde. So blieb nur eine Fahrzeit von rund 70 Sekunden. 1998, als Cuche vor Burtin und Cretier gewann, hatte es sich bezeichnender Weise um eine Sprintabfahrt gehandelt.
Wenigstens wurde überhaupt gefahren
Mit Eberharter (4.), Hannes Trinkl (5.), Hermann Maier (6.) und Fritz Strobl (10.) kamen zwar vier ÖSV-Abfahrer in die Top-Ten, der "Verlust" von Mausefalle und Steilhang schmerzte sie dennoch sehr. "Wir haben auf einer so kurzen Strecke sicher nicht alles ausspielen können", sagte Hermann Maier stellvertretend für die geschlagene ÖSV-Mannschaft und auch Alpinchef Hans Pum nahm zur Kenntnis: "Die wichtigsten Abschnitte haben gefehlt. Wir wussten, dass es eine Hundertstel-Schlacht wird. Letztlich mussten wir und die Zuschauer aber froh sein, dass überhaupt gefahren wurde."
Eberharter ärgert sich
Es war nach langer Warterei freilich ein kurzes Vergnügen ohne rot-weiß-rotes Erfolgserlebnis. "Es ist wirklich ärgerlich", gestand Titelverteidiger Eberharter, der mit Startnummer 30 bei der zweiten Zwischenzeit noch Zweiter war, dann mit einem schweren Fehler in der Querfahrt aber viel Zeit verlor und den vorzeitigen Gewinn des Abfahrts-Weltcups verpasste.
"Dort war es dunkel, ich habe den Schwungansatz übersehen", erklärte der fünffache Saison-Abfahrtssieger und gab zu: "Neun Hundertstel tun sehr weh."
Löste Maier das WM-Ticket?
Das Ergebnis brachte hinsichtlich WM nur ein wirklich aufschlussreiches Ergebnis. Hermann Maiers sechster Platz, nur 0,46 Sekunden hinter Sieger Rahlves, war dessen bestes Ergebnis seit dem Comeback und sollte dem Salzburger endgültig das St. Moritz-Ticket gesichert haben. Eberharter und Titelverteidiger Trinkl sind ohnehin fix, die anderen patzten hingegen fast durchwegs.
Trenkwalder: "Klare Niederlage"
Fritz Strobl rutschte beim Start mit dem Stock aus und knirschte: "Von oben wärs mir lieber gewesen. Man sieht eh wie knapp es her gegangen ist." Klaus Kröll vergab alle Podestchancen ebenfalls im Finish und Michael Walchhofer, heuer schon viermal Abfahrts-Zweiter, wurde nur 22. "Eine klare Niederlage, egal wie kurz das Rennen ist", beschönigte auch Abfahrts-Coach Robert Trenkwalder nichts.
Maier fuhr "komisch herum"
Maiers enttäuschter Ehrgeiz wog aber mehr als die Freude über Platz sechs. "Nach der Warterei war es für mich sehr schwer, den Rhythmus zu finden Ich bin teilweise sehr komisch herum gefahren", so der Salzburger, obwohl er drittbester Österreicher geworden war. "Ich wäre auf alle Fälle lieber von oben gefahren und vom Ergebnis her bin ich ja auch nicht unzufrieden. Gerade in Kitz will man aber immer ganz nach oben", ließ der Herminator alten Ehrgeiz aufblitzen.
Im Gegensatz zu den Österreichern hatte Rahlves allen Grund zu lachen. "Davon habe ich immer geträumt. Kitzbühel ist für mich das größte Rennen auf diesem Planeten", strahlte der 29-Jährige Bormio-Sieger, der seinen vierten Weltcupsieg feierte. Seinen Helm ziert ein Sponsor mit dem Namen "Monster", was für eine Website steht, die via Internet Karriere-Entwicklung vermittelt.
