Damen-RTL in Maribor: Souveräner Sieg von Pärson
- Nicole Hosp Zweite, Michaela Dorfmeister Vierte
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Die Tirolerin Nicole Hosp hat sich am Samstag im Weltcup-Riesentorlauf in Marburg nur der Schwedin Anja Pärson geschlagen geben müssen. Die 19-jährige ÖSV-Saisonaufsteigerin verlor 1,22 Sekunden auf die 21-jährige Skandinavierin, die bereits am vergangenen Sonntag in Cortina die Konkurrenz um zumindest 1,10 Sekunden distanziert hatte. Dritte wurde die Deutsche Martina Ertl vor der Niederösterreicherin Michaela Dorfmeister, der am Ende nur 7/100 aufs Podest fehlten.
"Mir fallen ein paar Stellen ein, wo ich diese Zeit verloren habe", ärgerte sich Dorfmeister, die nach dem ersten Durchgang noch Dritte gewesen war. Hosp war dagegen restlos zufrieden mit ihrem zweiten Platz. "Ich bin sehr glücklich, denn gegen Pärson war heute nichts zu holen. Es gibt also keinen Grund für mich, dem Sieg nachzutrauern", betonte die Siegerin von Sölden, die sich vor zwei Wochen eine Auszeit genommen hatte, um Kondition zu tanken. "Diese Pause hat sich ausgezahlt."
Mit Eveline Rohregger (10./+2,10 Sek.) landete noch eine dritte ÖSV-Dame in den Top Ten. Alexandra Meissnitzer (+2,55), nach dem ersten Lauf noch Achte, musste sich dagegen am Ende mit Rang 15 begnügen, und auch ihre Salzburger Landsfrau Brigitte Obermoser fiel in der Entscheidung vom siebenten auf den 20. Platz zurück. "Schade, dass die beiden so weit zurückgefallen sind, für sie war viel mehr drinnen", meinte ÖSV-Damencheftrainer Herbert Mandl.
Trotzdem wird wohl Obermoser auf Grund ihres fünften Platzes auf dem Semmering gegenüber Rohregger den Vorzug für das WM-Riesentorlauf-Team in St. Moritz (2.-16.2.) erhalten. Dorfmeister, Hosp und Meissnitzer waren in dieser Disziplin bereits vor Marburg fix für die Titelkämpfe in der Schweiz qualifiziert. "Wer bei der WM fahren wird, diese Frage muss man den Trainern und nicht mir stellen", lautete die Stellungnahme von Rohregger, die sich nicht an den WM-Spekulationen beteiligen wollte.
Mandl will noch am Sonntag oder Montag mit ÖSV-Alpinchef Hans Pum bezüglich der Riesentorlauf-Aufstellung ein klärendes Gespräch führen, da Rohregger trotz des fehlenden Spitzenplatzes als 16. im Spezial-Weltcup 21 Punkte mehr auf dem Konto hat als Obermoser (18.).
Pärson bewies dagegen mit ihrem neunten Weltcup-Sieg ihrer Karriere, dem bereits vierten in dieser Saison, dass sie nun auch im Riesentorlauf zum engsten WM-Favoritenkreis zählt. "Dieser Hang liegt mir besonders. Hier habe ich ja bereits im Vorjahr zwei Slaloms gewonnen", erinnerte die Olympia-Zweite von Salt Lake City an ihren "Doppelschlag" vom 5./6 Jänner 2002, den sie natürlich heuer gerne wiederholen will. "Jetzt habe ich noch mehr Selbstvertrauen für den Slalom am Sonntag."
Neben Hosp und Pärson strahlte auch Ertl, die nach mehr als zweijähriger Durststrecke endgültig wieder in der Weltspitze in ihrer Lieblingsdisziplin angekommen ist. "Es ist ein schönes Gefühl, wieder auf dem Stockerl zu stehen", freute sich die 29-jährige Kombinations-WM-Dritte von St. Anton 2001.
Die designierte Weltcup-Gesamtsiegerin Janica Kostelic kam diesmal nicht über Rang 17 hinaus. "Dieser Kurs war viel zu einfach für mich", erklärte die 21-jährige Kroatin, die aber in der Gesamtwertung noch immer mit 472 Punkten vor der Südtirolerin Karen Putzer überlegen in Front liegt. "Ich bin hier in Marburg noch nie sonderlich gut gefahren, denn ich mag diesen Hang nicht wirklich."
