Jürgen Melzer verlor Finale von Heilbronn
- 5:0-Führung im dritten Satz verjuxt

Jürgen Melzer hat am Sonntag bei dem mit 100.000 Dollar dotierten Tennis-Challenger in Heilbronn den greifbar nahen Sieg noch verspielt. Der 21-jährige ÖTV-Daviscupper führte im Finale gegen den ein Jahr jüngeren Slowaken Karol Beck im dritten Set bereits mit 5:0, verlor aber nach einem vergebenen Matchball noch mit 2:6,7:5,6:7 (5).
Der Niederösterreicher machte von 5:5 im zweiten bis zum 5:0 im dritten Satz sieben Games in Serie und zu diesem Zeitpunkt schien ihm der Sieg über den Knowle-Bezwinger nicht mehr zu nehmen zu sein. Doch dann kam die unerwartete Wende: Melzers Konzentration ließ nach, Beck stellte mit zwei Breaks auf 5:5, wehrte bei 5:6 und 30:40 einen Matchball ab, ehe er sich im entscheidenden Tiebreak (7:5) mit dem ersten Matchball den zweiten Challenger-Titel nach 2002 in Bristol (Finalsieg gegen Alex Peya) sicherte.
Diese Niederlage war für Melzer doppelt ärgerlich, weil ein Erfolg mit 80 ATP-Punkten mehr wert gewesen wäre als seine bisher größten Erfolge in Umag (75 Punkte für das dortige Halbfinale) oder bei der Wiener CA-Trophy (60 Punkte Viertelfinale). Nun musste sich der Daviscupper mit "nur" 56 Punkten und 8.480 Dollar Preisgeld zufrieden geben.
Mit dem neuerlichen Einzug ins Endspiel behauptete der Vorjahrsfinalist aber seinen Platz unter den Top 100 der Weltrangliste. Damit scheint eine Verbesserung des bisher besten Rankings (87 vom Juli 2002) nur eine Frage der Zeit, hat doch der Deutsch Wagramer im Februar (38), März (12) und April (5) nur wenige Punkte zu verteidigen.
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