Pettersen gewann 2. Sapporo-Springen
- Widhölzl Zweiter, Liegl Dritter, Nagiller Fünfter
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Das Duell Norwegen gegen Österreich prägte die Weltcup-Bewerbe der Skispringer in Sapporo. Nach Roar Ljökelsöy am Samstag ging aber auch der Sonntag-Bewerb an die Skandinavier: Aufsteiger Sigurd Pettersen feierte nach Trondheim seinen zweiten Saisonsieg. Mit 129 und 131,5 Metern verhinderte er einen Doppelsieg der Österreicher, denn auf den Plätzen landeten mit Andreas Widhölzl und Florian Liegl diesmal sogar zwei ÖSV-Adler auf dem Stockerl. In bisher 18 Bewerben des WM-Winters kam nur beim Saisonauftakt kein rot-weiß-roter Springer unter die ersten Drei.
Andreas Widhölzl hatte schon am Samstag zufrieden bilanziert: "Ich komme mit mehr Punkten und mehr Geld wieder nach Hause, also kann ich nur zufrieden sein." Viel wichtiger wird ihm aber sein, dass er wieder ganz nahe an die Spitze heranspringen kann. "Swider" hat rechtzeitig vor dem Skifliegen auf dem Kulm am kommenden Wochenende wieder zu seiner Form gefunden.
Hakuba-Sieger Christian Nagiller, der am Samstag Zweiter geworden war, auf Platz fünf bestätigte neuerlich seine Topform. Mit den drei Top-Resultaten im Land der aufgehenden Sonne schob sich der 18-jährige Tiroler bereits auf den 16. Rang im Gesamt-Weltcup. Für Rang 15 im Kreis der fix Qualifizierten fehlen ihm nur 29 Zähler. Auch Nagiller hat sich mit seinen Leistungen in Japan auf die lange Liste der WM-Kandidaten gesetzt.
Obwohl der dreifache Saisonsieger Martin Höllwarth, Liberec-Sieger Thomas Morgenstern und Andreas Goldberger den Japan-Trip ausgelassen haben, hat die ÖSV-Equipe die ausgezeichnete Podest-Serie aufrecht erhalten. Fast 2.000 Punkte Vorsprung im Nationencup auf die ebenfalls sehr starken Norweger zeugen von der beinahe schon unglaublichen Dichte im Team von Hannu Lepistö.
Der Finne hat der österreichischen Mannschaft einen ebenso wichtigen Impuls gegeben, wie sein Landsmann Mika Kojonkoski den lange Zeit erfolglosen Norwegern. Fast fünf Jahre waren die Norweger nicht nur ohne Weltcuperfolg gewesen, sondern auch sonst in die Bedeutungslosigkeit abgesunken. Jener Pettersen, der am Sonntag seinen zweiten Weltcupsieg feierte, beendete im Dezember in Trondheim diese Durststrecke. Seither haben sich auch Björn-Einar Romören (am Samstag Dritter in Sapporo) und Roar Ljökelsöy (Samstag-Sieger) erstmals in die Weltcup-Siegerlisten eingetragen. Bemerkenswert: Kojonkoski hatte sich vor Kurzem noch ziemlich über die aus terminlichen Gründen für die internationale Konkurrenz nicht zugänglichen, neuen Anzüge der Österreicher beklagt.
Für Weltcup-Leader Janne Ahonen verlief die Japan-Tournee nicht nach Wunsch, wie die Ränge sechs (Hakuba) bzw. acht und elf (Sapporo) belegen. Er konnte die Abwesenheit von Sven Hannawald nicht nützen. Dies gelang aber Widhölzl, der sich an die dritte Stelle im Gesamtweltcup nach vor arbeiten konnte und nun sogar noch Chancen auf den Sieg hat. Mit 75 Punkten Rückstand auf den etwas schwächelnden Finnen hat er in den ausstehenden neun Bewerben noch alle Trümpfe in der Hand.
Die österreichische Weltcup-Bilanz vor den beiden Skiflug-Heimbewerben in Bad Mitterndorf lässt jedenfalls hoffen: Insgesamt sechs Siege (3 Höllwarth, je einer durch Widhölzl, Morgenstern und Nagiller), ein Dutzend zweite Plätze und fünf dritte Ränge macht gesamt 23 Positionen (!) auf dem Podest. Eine nie da gewesene Bilanz.
| Endstand: | |||
| 1. | Sigurd Pettersen | NOR | 271,4 (129,0/131,5) |
| 2. | Andreas Widhölzl | AUT | 265,6 (130,0/127,0) |
| 3. | Florian Liegl | AUT | 262,7 (127,0/129,5) |
| 4. | Primoz Peterka | SLO | 262,1 (128,0/126,5) |
| 5. | Christian Nagiller | AUT | 256,9 (126,0/127,0) |
| 6. | Adam Malysz | POL | 248,7 (126,0/123,0) |
| 7. | Maximilian Mechler | GER | 245,5 (128,0/119,5) |
| 8. | Björn Einar Romören | NOR | 242,9 (128,0/117,5) |
| 9. | Roar Ljökelsöy | NOR | 240,2 (125,5/118,5) |
| 10. | Hideharu Miyahira | JPN | 221,7 (114,5/119,5) |
| 11. | Janne Ahonen | FIN | 214,8 (122,0/109,0) |
| 12. | Jakub Janda | CZE | 212,0 (113,0/117,0) |
| 13. | Tami Kiuru | FIN | 211,1 (115,0/114,5) |
| 14. | Andreas Kofler | AUT | 204,2 (113,5/113,0) |
| . | Lars Bystöl | NOR | 204,2 (112,0/114,5) |
| 16. | Peter Zonta | SLO | 200,6 (118,0/106,5) |
| 17. | Veli-Matti Lindström | FIN | 197,9 (117,5/105,5) |
| 18. | Anders Bardal | NOR | 193,6 (115,0/107,0) |
| 19. | Akira Higashi | JPN | 193,5 (117,0/103,0) |
| 20. | Stefan Pieper | GER | 191,7 (110,5/111,0) |
| 21. | Marcin Bachleda | POL | 191,1 (116,5/103,0) |
| 22. | Noriaki Kasai | JPN | 185,4 (108,0/107,5) |
| 23. | Jörg Ritzerfeld | GER | 182,8 (113,5/102,5) |
| 24. | Martin Koch | AUT | 180,0 (113,0/102,0) |
| 25. | Takano Teppei | JPN | 178,8 (111,5/102,0) |
| 26. | Damjan Fras | SLO | 178,7 (113,5/100,5) |
| 27. | Janne Happonen | FIN | 171,1 (109,5/100,0) |
| 28. | Kristoffer Jaafs | SWE | 164,8 (108,0/100,5) |
| 29. | Dmitrij Wassilijew | RUS | 164,1 (107,0/100,0) |
| . | Nicolas Dessum | FRA | 164,1 (108,0/ 99,0) |
| weiter: | |||
| 34. | Reinhard Schwarzenberger | AUT | 83,7 (104,0) |
| 53. | Balthasar Schneider | AUT | 61,9 (93,0) |
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