Rodeln: Schiegl/Schiegl gewannen Heim-Weltcup in Igls
- Erste Weltcup-Sieg seit einem Jahr; Manzenreiter auf Rang vier

Zum Abschluss des Rodel-Weltcups in Innsbruck/Igls konnte das rot-weiss-rote Team am Sonntag noch einmal jubeln: Die Tiroler Tobias und Markus Schiegl gewannen den Doppelbewerb mit 0,023 Sekunden Vorsprung auf die Amerikaner Mark Grimette/Brian Martin und die Italiener Gerhard Plankensteiner/Oswald Haselrieder. Sonja Manzenreiter wurde bei den Damen Vierte hinter dem deutschen Trio Sylke Otto, Silke Kraushaar und Barbara Niedernhuber.
Nach dem ersten Lauf lagen die beiden Schiegl-Cousins an der zweiten Stelle hinter den US-Boys Grimette/Martin, doch im zweiten Durchgang sicherten sich die Tiroler noch den Weltcupsieg, den ersten seit einem Jahr, als sie ebenfalls in Igls gewinnen konnten. "Der erste Lauf war perfekt, im zweiten hatten wir einen kleinen Rutscher, der aber kaum Zeit gekostet hat", sagte Tobias Schiegl.
Der Erfolg auf der Heimbahn stimmt die beiden nun zuversichtlich für die Weltmeisterschaften in Sigulda (Lettland), die in vier Wochen ausgefahren werden. "Wir hatten eine neue Rodel für diese Saison, haben in den ersten Rennen sehr viel getüftelt, aber jetzt stimmt das Material, die Rodel läuft hervorragend", freut sich Tobias Schiegl.
Mit dem Sieg verbesserten sich Schiegl/Schiegl im Weltcup auf Platz drei (386 Punkte) und verdrängten die Tiroler Brüder Wolfgang und Andreas Linger, die in Igls Fünfte wurden, auf den vierten Platz (367). Es führen Marc Grimette und Brian Martin (445).
Bei den Damen gab es wieder einen dreifachen deutschen Erfolg. Sylke Otto feierte ihren fünften Saisonsieg und sicherte sich damit vorzeitig die Gesamtwertung. Rang zwei ging an Silke Kraushaar vor Barbara Niedernhuber. Die Innsbruckerin Sonja Manzenreiter wurde mit 0,652 Sekunden Rückstand Vierte. "Ich muss mit dieser Platzierung zufrieden sein, immerhin konnte ich die Phalanx der Deutschen brechen, und das auf einer Bahn, die mir eigentlich überhaupt nicht liegt", sagte Manzenreiter.
Veronika Halder belegte Platz sechs. Ein starkes Rennen fuhr auch die erst 18-jährige Nina Reithmayer, die mit tollen Startzeiten beeindruckte und Platz acht belegte.
In zwei Wochen wird der Weltcup in Winterberg (GER) abgeschlossen. Die Weltmeisterschaften finden in vier Wochen in Sigulda (Lettland) statt.
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