Andre muss mit seiner Steffi Wette einlösen
- Agassi gewann Australian Open zum vierten Mal
- PLUS: Alle Details & die besten Bilder der Australian Open
·Serena siegt!
Australian Open: Finalerfolg vs Venus
·Melbourne-Pics
Die besten Bilder aus Australien!
·Navratilova
Grand-Slam-Sieg mit 46 - Rekord!
·Ergebnisse I
Australian Open: Herren-Tableau
·Ergebnisse II
Australian Open: Damen-Tableau
·Tennis-History
Australien: Alle Finali seit 1988!
·Durchklicken
Die besten Bilder aus dem Vorjahr!
·Tennis: So steht's in den Weltranglisten!
Serena Williams und
Rafael Nadal die Nr.1
Der Sieg im Melbourne-Finale war für Andre Agassi kein Problem. In nur 76 Minuten fertigte der US-Amerikaner den Deutschen Rainer Schüttler 6:2,v6:2 und 6:1 ab. Für Agassi war es der vierte Titel in Melbourne und der insgesamt achte Grand-Slam-Erfolg. Der schwierigste Part steht dem 32-Jährigen aber noch mit seiner Ehefrau Steffi Graf bevor. "Ich muss sie dazu bringen, dass sie mit mir in Paris wirklich das Mixed spielt. Im Moment ist sie noch gar nicht begeistert, aber ich werde mein Bestes geben", seufzte Agassi. Der Tonfall ließ erahnen, dass es noch einiger Überredungsgabe bedarf.
Noch zwei weitere Wetten mussten eingelöst werden: Coach Cahill wurde der Kopf kahl geschoren, der überzeugte Anti-Alkoholiker Gil Reyes hatte entgegen seiner Überzeugung einen von Agassi gemixten Margherita zu trinken. Die Australian Open waren übrigens wieder ein großer Publikumserfolg: An 14 Regen freien Tagen passierten 512.225 Zuschauer die Drehkreuze.
Doch wieder zurück zum Spiel. Man konnte Schüttler kaum einen Vorwurf machen, doch Agassi agierte einfach in einer anderen Liga. Der Routinier krönte sein 50. Major-Turnier mit der Sieges-Trophäe und einem Scheck in Höhe von 620.000 Euro. Er gewann die ersten acht Punkte, schaffte insgesamt acht Breaks und dominierte die Partie mit 80:43 Punkten. "Es geht nicht viel schlimmer", rief Schüttler nach zwei Sätzen völlig entnervt und gab nach der Partie zu, dass "ich vom ersten Punkt an keine Chance hatte. Im Moment ist Andre sicher der beste Spieler der Welt."
Diese Einschätzung wollte sogar der bescheidene Agassi nicht a priori dementieren: "Ich kann zumindest sagen, dass ich in den vergangenen beiden Wochen den Ball so gut getroffen habe wie noch nie zuvor." Und das bedeutet bei ihm in Anbetracht seiner nunmehr fast 17-jährigen Karriere einiges. In sieben Partien hat er nur einen Satz verloren, ab dem Achtelfinale war er aber nicht mehr zu bremsen und gab in keinem Satz mehr als drei Games ab.
"Das Jahr ist jetzt schon in jedem Fall ein Erfolg für mich", meinte Agassi nach dem ersten gemeinsamen Titel mit Coach Darren Cahill, den er diesem und seinem Konditionstrainer und Vertrauten Gil Reyes widmete. "Darren hat mich im Februar 2002 übernommen, als nach meiner Handgelenksverletzung meine Karriere in Gefahr war. Und ohne Gil, der schon 14 Jahre mit mir arbeitet, wäre ich nicht zur Hälfte der Profi und nicht zur Hälfte der Mensch, der ich heute bin."
Mit seinem vierten Triumph in Melbourne, wo er nun die vergangenen 21 Matches gewonnen hat, rückt Agassi in der ewigen Rangliste eine weitere Stufe nach oben. Er hat nun acht Grand-Slam-Titel gewonnen und belegt ex-aequo mit Jimmy Connors, Ivan Lendl, Fred Perry und Ken Rosewall Platz sechs. Noch viel interessanter ist, dass er fünf der letzten 15 Grand-Slam-Turniere, die er gespielt hat, auch gewonnen hat und zusätzlich noch zwei Mal das Endspiel erreichte.
Und wenn nicht alles täuscht, wird er diese Marke noch verbessern, denn der Glatzkopf plant, dem Welttennis noch länger erhalten zu bleiben: "So lange mein Körper und Geist mitmachen und ich mir zutraue, die wichtigen Turniere gewinnen zu können, sehe ich keinen Grund aufzuhören." Der Rekord Ken Rosewalls, der 1972 in Melbourne als ältester Spieler (37 Jahren, 62 Tage) ein Major-Turnier gewann, scheint in Gefahr. Agassi könnte ihn frühestens bei den French Open 2007 brechen.
Vor allem die taktische Entwicklung Agassis vom langhaarigen "Paradiesvogel" zum glatzköpfigen Familenvater ist erstaunlich. "Ich versuche immer, zu lernen. Aber mein Spiel ist darauf aufgebaut, mich anzupassen. Ich habe einige Möglichkeiten. Ich kann mit Spin spielen, mit Winkeln, mit Tempo, mit Kraft, ich kann den Ball früh nehmen, ich kann das Tempo aus dem Spiel nehmen, ich kann sogar häufig angreifen, wenn ich es brauche. Mein Spiel zwingt mich dazu, immer nachzudenken. Und ich hatte in all den Jahren viele Partien, aus denen ich lernen konnte."
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
Grand Prix von Monaco17:07
Webber holt Monte CarloAustralier ist sechster Sieger im sechsten Rennen. Gerüchte um Vettel-Wechsel.
