Montag, 20. Jänner 2003

ÖSV-Boarder erfüllten Schröcksnadel-Vorgabe

  • Region Murau-Kreischberg als großer WM-Sieger
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Die 5. FIS-Snowboard-WM auf dem Kreischberg ist seit Sonntag Geschichte. Für Österreich gab es mit einmal Gold (Siegfried Grabner im Parallel-Slalom) und zwei Mal Silber (Nicola Pederzolli in der Halfpipe und Ursula Fingerlos am Sonntag zum Abschluss im Snowboardcross) das zweiterfolgreichste Abschneiden nach der Weltmeisterschaft 1997 in Innichen/San Candido (1x Gold/2x Silber/1x Bronze). Erfolgreichste Nation in der Steiermark war die Snowboard-Großmacht Frankreich mit neun Medaillen. Großer Gewinner war aber auch die Region Murau/Kreischberg.

So blieb ein gewaltiger Ausbau der Infrastruktur (6,5 Millionen Euro wurden investiert). Hinsichtlich Hotelbetten gab es 20.000 zusätzliche Nächtigungen, dazu kamen 50.000 Besucher (35.000 Zuschauer bei den Sport-Bewerben und 15.000 Menschen bei den Rahmenprogrammen wie "Beach am Berg") und zudem steht ein top-modernes Snowboard-Stadion für die Zukunft bereit. "Es war aber auch ein Riesenschritt für Image und Bekanntheitsgrad der gesamten Region", zog der Tourismus-Verantwortliche Karl Fussi zufrieden Bilanz. Finanziell blieb ein Plus für die Veranstalter und eine volle Kostendeckung des WM-Budgets von rund 1,5 Millionen Euro.

ÖSV-Präsident zufrieden
Mit den drei Medaillen erfüllten die österreichischen Boarder auch die Vorgabe von ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel, noch dazu war das ersehnte Gold dabei. Der Verbandschef zeigte sich aber auch mit der Veranstaltung zufrieden: "Das Ganze hatte Eventcharakter und hat mir gut gefallen. Wir wollen ja Events machen, das 'Rundherum' muss funktionieren. So wie in Schladming, da ist ein ganzer Ort dabei." Allerdings sieht Schröcksnadel eine Gefahr auf den Snowboard-Sport zukommen: "Man darf nicht zu stark ins Extreme hineingehen, sonst wird es zu elitär und spricht nicht mehr die Breite an. Man muss das Trendige und Junge drin lassen und nicht nur auf dreifache Saltos und fünffache Schrauben setzen. Das ist dann so wie beim Windsurfen, wo bei Windstärke 6 nur mehr 50 auf der ganzen Welt fahren können."

Anregungen für die Zukunft
Für die Zukunft hat der ÖSV-Boss einige weitere Anregungen: "Die Parallel-Bewerbe dauern zu lange, da gibt es auch zu viele Pausen. Bei den Freestylern haben wir Aufholbedarf, die waren früher bei der ISF und der ASA angesiedelt. Diese Lücke müssen wir schließen." Angetan hat es Schöcksnadel das Snowboardcross: "Die sollen wie die Football-Stars gepanzert antreten, frei nach dem Motto: Alles erlaubt. Dann ist Action garantiert."

20.1.2003 14:53