Londoner U-Bahn-Unglück: Motorschaden war schuld
- Genaue Untersuchung begonnen; Central-Line geschlossen

Ein Motorschaden soll die Ursache für das Londoner U-Bahn-Unglück gewesen sein, bei dem am Samstag 32 Menschen verletzt worden waren. Ein Sprecher der "London Underground" sagte am Sonntag, Probleme mit dem Motor hätten möglicherweise dazu geführt, dass der mit 800 Passagieren voll besetzte Zug entgleiste und gegen eine Tunnelwand fuhr. Es war das schwerste U-Bahn-Unglück in London seit 16 Jahren.
Experten begannen am Wochenende mit einer genauen Untersuchung. Alle Züge der betroffenen Central-Linie wurden aus Sicherheitsgründen zur Überprüfung aus dem Verkehr gezogen. Bis Dienstag soll die Linie voraussichtlich ausfallen, was in London zu großen Verkehrsproblemen führen dürfte. Ein terroristischer Hintergrund wurde als Unglücksursache ebenso ausgeschlossen wie Sabotage oder Vandalismus.
Nach Angaben der U-Bahn-Gewerkschaft RMT wurde der Unfall durch einen Motor verursacht, der sich wegen lockerer Schrauben von dem Zug löste und auf die Gleise fiel. Der Fahrer habe den Defekt bemerkt und gemeldet, sei aber zur Weiterfahrt aufgefordert worden. Ein Sprecher der U-Bahn-Direktion sagte dagegen, die Fahrer seien selbst für die Sicherheit ihrer Züge verantwortlich und könnten sich weigern, weiterzufahren.
Die Direktion gab aber zu, dass es schon seit längerem Probleme mit den Zügen gebe. Gewerkschaftssprecher Bobby Law sagte: "Das ist im Wesentlichen ein Designfehler. Vor zweieinhalb Monaten gab es auch schon einen Zwischenfall." Die 400 Kilometer lange Londoner U-Bahn ist die älteste und eine der größten der Welt.
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
