Sonntag, 26. Jänner 2003

Höchster Terroralarm in Israel vor Knesset-Wahl

  • Likud führt laut letzten Umfragen überlegen
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Die israelischen Sicherheitskräfte sind einen Tag vor der Parlamentswahl am Dienstag im ganzen Land in höchste Alarmbereitschaft versetzt worden. Bereits um Mitternacht wurden die besetzten Palästinensergebiete für zwei Tage hermetisch abgeriegelt. Über die Städte im Westjordanland wurde eine Ausgangssperre verhängt.

Nach Presseberichten vom Montag planten palästinensische Extremisten in Israel selbst schwere Terroranschläge, um den Ablauf der vorgezogenen Knesset-Wahl zu stören. Zehntausende Polizisten und Soldaten werden nach Angaben des Innenministeriums am Dienstag eingesetzt, um mögliche Anschläge zu verhindern.

Nach übereinstimmenden Meinungsumfragen der israelischen Medien vom Montag kann der regierende rechtsgerichtete Likud-Block von Ministerpräsident Ariel Sharon bei der Wahl mit bis zu 33 der 120 Knesset-Sitze rechnen, das wäre ein Zugewinn von mehr als zehn Mandaten. Die oppositionelle Arbeiterpartei, bisher stärkste Fraktion mit zuletzt 25 Sitzen, wird danach 6 Mandate abgeben und mit wahrscheinlich 19 Mandaten künftig nur noch zweitstärkste Fraktion in der 16. Knesset werden.

Die gesamte Führung der Arbeiterpartei mit dem Vorsitzenden Amram Mitzna an der Spitze bekräftigte am Sonntag, dass eine große Koalition mit Sharon nach den Wahlen ausgeschlossen sei, weil dessen Partei zu einem Frieden mit den Palästinensern nicht bereit sei.

26.1.2003 07:53