32 Verletzte bei Entgleisung der Londoner U-Bahn
- Augenzeugen berichten von Panik in entgleistem Zug
Bei einem U-Bahn-Unglück in London sind am Samstag 32 Menschen leicht verletzt worden. Ein Zug sei in der Station "Chancery Lane" entgleist und habe daraufhin eine Tunnelwand durchstoßen, teilten die Behörden mit. Sämtliche Verletzten erlitten nach Feuerwehrangaben nur leichte Blessuren.
Entgegen anfänglicher Angaben kam es bei dem Unglück offenbar nicht zu einem Brand. Die Behörden leiteten eine Untersuchung zu Unfallursache ein. Ein krimineller oder terroristischer Hintergrund wurde ausgeschlossen.
Nach Angaben eines Sprechers der Londoner "Tube" mussten drei der Verletzten im Krankenhaus behandelt werden. Augenzeugen hatten zunächst von einem Feuer berichtet, zudem verließen zahlreiche der etwa 800 Fahrgäste des Zuges die Station mit dunkel verschmutzten Gesichtern. Ein Feuerwehrsprecher sagte, dies rühre nicht von Rauch, sondern von Staub her, der bei der Kollision mit der Tunnelwand entstanden sei: "Es gab kein Feuer." Laut Verkehrspolizei hatte der Zug zum Unglückszeitpunkt eine Geschwindigkeit von weniger als 32 Stundenkilometern.
Eine Passagierin berichtete, wie der ganze Zug plötzlich zu schütteln begann und Glas zersplitterte: "Irgendetwas zersprang unten, als wir in (der Station) Liverpool Street waren. Als wir dann in Chancery Lane ankamen, rissen einfach die Türen ab. Ich kam nicht raus. Die Leute bekamen Panik". Claire Ellis, eine andere Mitfahrerin, erzählte, sie sei in dem Zug eingeschlossen gewesen: "Ich war völlig panisch. Wir konnten nicht raus, alle Lichter gingen aus, und wir konnten Leute über den Bahnsteig laufen sehen." Da hätte sie schon gedacht, ihre letzte Stunde habe geschlagen.
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