"Klon-Professor" Antinori: 2. Klonbaby in China
- Chinesen dementieren: "Nichts davon gehört"
Nach Angaben des umstrittenen italienischen Frauenarztes Severino Antinori ist Ende Jänner in China ein Klon-Baby zur Welt gekommen. Er verfüge über "direkte Informationen", die es ihm erlaubten zu bestätigen, dass der chinesischen Ärztin Guang Zhou zwischen dem 20. und dem 22. Januar das Klonen eines Menschen gelungen sei. Die Chinesen wissen davon allerdings nichts.
Die Ärztin Guang werde dies demnächst auch in einer wissenschaftlichen Zeitschrift beschreiben. Antinori hatte im November die Geburt des weltweit ersten Klonbabys für den Jänner angekündigt.
Der Italiener zählt zu den bekanntesten Vorreitern der Klon-Technik und verteidigt das reproduktive Klonen von Menschen als "Therapie" gegen Kinderlosigkeit. Die von der Sekte der Raelianer Ende vergangenen Jahres verkündeten Geburten von Klon-Babys zog Antinori aber in Zweifel. In Italien steht das Klonen von Menschen unter Strafe.
China dementiert
Chinesische Wissenschafter haben keinerlei Hinweise darauf, dass in China ein Klonbaby geboren worden sein könnte. "Das ist unmöglich", reagierte ein Verantwortlicher der Vereinigung für Gentechnik in Peking auf entsprechende Angaben des italienischen Gynäkologen Severino Antinori. Der umstrittene Arzt hatte in einem Interview der Zeitung "Il Tempo" behauptet, in der Volksrepublik sei "zwischen dem 20. und 22. Jänner" ein geklontes Baby geboren worden. "Davon haben wir nichts gehört", sagte auch ein Sprecher der Akademie der Wissenschaften.
Das Institut für Gentechnik verwies ferner auf die Zusagen der Wissenschaftsakademie und der Regierung, das Klonen von Menschen in China nicht zuzulassen.
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