Mittwoch, 22. Jänner 2003

Schweres Erdbeben in Mexiko fordert mind. 23 Tote

  • Präsident Fox sagt schnelle Hilfe zu; noch zahlreiche Vermisste
  • PLUS: Schweres Erdbeben in Italien - die Bilder (Kasten rechts)

Mexikos Präsident Vicente Fox hat den Opfern des schweren Erdbebens schnelle Hilfe zugesagt. Bei einem Besuch im westlichen Bundesstaat Colima sagte er am Mittwoch (Ortszeit), dass die zerstörten und beschädigten Häuser schnell wieder aufgebaut würden. Allein in Colima waren 25 Menschen bei dem Beben gestorben, in anderen Landesteilen kamen drei Menschen ums Leben.

Mehr als 300 wurden verletzt. Außerdem wurden rund 1.000 Wohnhäuser zerstört oder schwer beschädigt.

Das Erdbeben vom Dienstagabend mit einer Stärke von 7,6 auf der Richterskala war eines der stärksten der vergangenen Jahre in Mexiko. Am Mittwoch wurden mindestens 16 Nachbeben registriert. Das stärkste von ihnen erreichte 5,8 Punkte. Das Epizentrum lag vor der Küste Colimas im Pazifik. In dem Staat wurde in sechs Gemeinden der Katastrophenzustand ausgerufen. Schäden wurden aus insgesamt acht mexikanischen Bundesstaaten gemeldet.

Nach dem Hurrikan "Isidor", der im vorigen September auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan schwere Schäden angerichtet hatte, hatten viele der Betroffenen monatelang auf staatliche Hilfe warten müssen. Die Nationale Koordinatorin für den Zivilschutz sagte am Donnerstag, dass mit der Erstellung eines Schadensregisters in Colima begonnen wurde.

Die mexikanische Armee errichtete am Mittwoch in Colima Notunterkünfte und begann, 10 000 Lebensmittelpakete zu verteilen. Das Gesundheitsministerium schickte zehn Sanitäter-Brigaden, um die Bevölkerung medizinisch zu versorgen und den Ausbruch von Seuchen zu verhindern. Am Donnerstagmorgen (Ortszeit) harrten viele Obdachlose noch vor den Trümmern ihrer Häuser aus. Manche hatten Zelte auf den Gehsteigen aufgebaut, um darin die Nacht zu verbringen.

22.1.2003 08:09