Sonntag, 26. Jänner 2003

Sharon soll Mio-Spende aus Österreich erhalten haben

  • Britischer Geschäftsmannes Kern involviert
  • Geldtransfer soll über die BAWAG abgewickelt worden sein

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, zeichnet sich in der Spendenaffäre um Israels Premier Ariel Sharon eine spektakuläre Wendung ab. Der in Südafrika lebende britische Geschäftsmann Cyril Kern, enger Vertrauter Sharons, soll am 15. Jänner 2002 1,5 Mio. Dollar von einem Konto bei der BAWAG zu Sharons Söhnen Omri und Gilad nach Israel transferiert haben.

Das Geld sei dazu gedacht gewesen, Verbindlickeiten aus Sharons parteiinternem Vorwahlkampf 1999 zu decken. Die Bawag wollte das laut "profil" nicht kommentieren.

Kern hat in einer eidestattlichen Erklärung gegenüber dem südafrikanischen Justizministerium bisher lediglich angegeben, den Transfer im Auftrag einer "ausländischen Gesellschaft" arrangiert zu haben. In Israel kursieren unterdessen Gerüchte, wonach hinter der Transaktion der Wiener Unternehmer Martin Schlaff gestanden habe. Schlaff, Freund Sharons und Teilhaber am geschlossenen "Oasis-Casino" Jericho im palästinensischen Autonomiegebiet, dementiert laut "profil": "Ich kenne die ganze Sache nur aus den Medien."

26.1.2003 08:42