Drogen-Razzia im Wiener Spital Baumgartner Höhe
- 200 Beamte im Einsatz; elf Festnahmen
- 54 Kugeln Suchtgift sowie Marihuana sichergestellt
Mit einem Großaufgebot an Polizeikräften wurden Mittwoch früh Patienten und Personal des Wiener Spitals auf der Baumgartner Höhe in Penzing überrascht. Gegen 6.00 Uhr erschienen 200 Beamte zu einer Drogen-Großrazzia in einem für Asylwerber zur Verfügung gestellten Gebäude. Es gab elf Festnahmen. 54 Kugeln Suchtgift mit Heroin und Kokain sowie Marihuana wurden sichergestellt, teilte die Polizei mit.
Neun Personen wurden wegen des Verdachts des Suchtmittelhandels, zwei weitere wegen fremdenpolizeilichen Übertretungen festgenommen. Durchgeführt wurde die Aktion im Pavillon 8. Dieser stand einige Zeit leer und wurde daher von der Stadt Wien als Notunterkunft für die Volkshilfe zur Verfügung gestellt.
"Dieses Gebäude ist keine Regeleinrichtung sondern eine Notmaßnahme, nachdem man in den Bundesbetreuungsstellen keine Kapazität mehr hatte", sagte Heinz Stieb, Bereichsleiter für Internationale Zusammenarbeit und Migration bei der Volkshilfe. In dem Pavillon wohnen 200 Leute, betreut von nur zwei Mitarbeitern. Und das sei zu wenig. "Das ist nicht unsere Art so zu arbeiten, normalerweise arbieten wir mit einer anderen Qualität", meinte Stieb.
Die Polizei in dem Bezirk wurde über diese Noteinrichtungsstelle informiert. "Fällt etwa Betreuern auf, dass es Drogenprobleme gibt, wird sofort der Exekutive Bescheid gesagt", erklärte Stieb. In diesem Fall habe die Polizei vermutlich Informationen aus der Szene erhalten. "Grundsätzlich sind wir froh, dass solche Razzien passieren. Denn wir haben kein Interesse daran, dass Menschen, die mit Drogen zu tun haben, bei uns wohnen", so der Bereichsleiter.
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