Mittwoch, 22. Jänner 2003

Glatteis verwandelte Straßen in "Rutschpisten"

  • Gefrierender Regen sorgt für eisige Fahrverhältnisse
  • Serienunfälle in Kärnten; Nebenstraßen teils unpassierbar

Österreichs Straßen waren Mittwoch Morgen einmal mehr gefährliche Eispisten. Gefrierender Regen in der Nacht auf Mittwoch sorgte für große Probleme im Frühverkehr. Vor allem in Kärnten kam es zu zahlreichen Serienunfällen.

Besonders auf der A2 (Südautobahn) im Raum Villach und Klagenfurt waren Behinderungen durch quer stehende Lkw und von der Fahrbahn abgekommene sowie ineinander gerutschte Pkw keine Seltenheit. "Weiters mussten die B38, Böhmerwald Bundesstraße, bei Friedersbach, sowie die B311, Pinzgauer Bundesstraße, im Raum Lofer, für die Dauer der Aufräumarbeiten nach Auffahrunfällen gesperrt werden", so Dafne Kasprian vom ARBÖ-Informationsdienst.

Serienunfälle in Kärnten
Schwer krachte es Mittwoch früh auf der Südautobahn bei Klagenfurt. Unmittelbar nach dem Falkenbergtunnel waren auf der vereisten Fahrbahn mehrere Autos zusammengestoßen, ein kilometerlanger Stau war die Folge. Vor allem nach den Tunnelportalen, bei den Auf- und Abfahrten sowie auf den Pannenstreifen waren Kärntens Autobahnen trotz Salzstreuung teilweise stark vereist. Die Gendarmerie empfahl der Bevölkerung, ihre Autos möglichst stehen zu lassen, da abseits der Hauptverkehrsverbindungen teilweise extreme Straßenglätte herrschte. Zwar hielten sich viele daran - so war das Verkehrsaufkommen in Klagenfurt deutlich niedriger als sonst - trotzdem ereigneten sich Kollision "beinahe im Minutentakt", wie ein Beamter der Verkehrsgendarmerie erklärte.

Schwerer Unfall auf Tauernautobahn
Am Dienstagabend war es auf der Tauernautobahn bei Weißenstein (Bezirk Villach-Land) zu einem schweren Unfall gekommen. Ein italienischer Krankenpfleger fuhr mit seinem Kombi einem vor ihm fahrenden Pkw auf und geriet dadurch ins Schleudern. Ein 51 Jahre alter Feuerwehrmann, der wegen zweier anderer Unfälle am Fahrbahnrand stand, wurde vom Wagen des Italieners erfasst und gegen das am Pannenstreifen stehende Feuerwehrauto gedrückt. Der Mann erlitt schwere Verletzungen, er musste mit dem Notarzthubschrauber ins LKH Villach geflogen werden. Die A 10 war in Fahrtrichtung Villach zwei Stunden lang gesperrt.

22.1.2003 10:39