"Leihonkel" in OÖ verging sich an drei Mädchen
- Täter gesteht: "Habe krankhafte Veranlagung"
- Kindesmissbrauch auch in Niederösterreich (Kasten rechts)
Schon wieder wird ein schrecklicher Fall von Kindesmissbrauch bekannt! Ein 37-jähriger Mühlviertler aus dem Bezirk Rohrbach soll sich - nach ersten Angaben der Ermittler - an drei Mädchen im Alter von sechs, neun und zehn Jahren vergangen haben. Der Mann wohnte bei den betroffenen Familien und war nach außen der nette "Leihonkel". Kaum waren aber die berufstätigen Eltern fort, zeigte der Mann sein wahres Gesicht.
Der 37-Jährige ist laut Exekutive geständig, er soll sein Verhalten als "krankhafte Veranlagung" bezeichnet haben. Der Mann war im Dezember 2000 bei einer allein erziehenden Mutter eingezogen. Die Frau dürfte mit dem bis zu diesem Zeitpunkt obdachlosen Mann Mitleid gehabt und ihn deswegen bei sich aufgenommen haben. Vereinbart wurde, dass der 37-Jährige auch auf die neunjährige Tochter aufpassen sollte, wenn die Frau in der Arbeit war. Diese Situation nützte der 37-Jährige aus und verging sich regelmäßig am dem Kind.
Für die Neunjährige war der Missbrauch erst zu Ende, als der Mann mit der Mutter wegen einer anderen Sache in Streit geriet und deswegen aus der Wohnung flog. Eine neue Bleibe fand der mutmaßliche Kinderschänder bei einer Verwandten, die zwei Töchter im Alter von sechs und zehn Jahren hat. Auch diese beiden Mädchen wurden dann zu Opfern des "lieben Onkels".
Keine weiteren Fälle bekannt
Die Ermittler gehen davon aus, dass es zu keinen weiteren sexuellen Übergriffen auf andere Kinder gekommen ist. Der mittlerweile inhaftierte, mutmaßliche Kinderschänder lebte in den beiden betroffenen Haushalten quasi als "Familienmitglied". Offenbar muss ein großes Vertrauensverhältnis geherrscht haben, da die Eltern ihre Kinder bedenkenlos in die Obhut des Mannes gaben, so Alois Lißl von der oberösterreichischen Sicherheitsdirektion am Dienstag. Der 37-Jährige dürfte bei den Familien Mitleid erregt haben.
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