Montag, 20. Jänner 2003

Landwirt unter Verdacht des Kindesmissbrauchs in Haft

  • 56-Jähriger soll sich an eigenen Töchtern vergangen haben

Unter dem Verdacht, seine beiden minderjährigen Töchter über einen längeren Zeitraum hinweg sexuell missbraucht zu haben, steht ein Landwirt aus Rappottenstein (Bezirk Zwettl). Laut NÖ Sicherheitsdirektion wurde der 56-Jährige am vergangenen Freitag verhaftet und in die Justizanstalt beim Landesgericht Krems eingeliefert.

Der Festnahme vorangegangen war eine Anzeige der Bezirkshauptmannschaft (BH) Zwettl bei der Staatsanwaltschaft Krems. Die Mädchen, 14 und neun Jahre, waren den Erziehungsberechtigten bereits im September 2002 entzogen worden. Grund waren neben desolaten Wohn- und Familienverhältnissen körperliche Misshandlungen durch den Vater.

Über Weisung des Jugendamt der BH wurden die Kinder im Schülerinternat Judenau untergebracht. Dort vertrauten sich die Mädchen der Heim- bzw. Erziehungsleitung an. Die 14-Jährige sagte bei der Befragung, sie sei von ihrem Vater nicht nur körperlich misshandelt, sondern auch schwer sexuell missbraucht worden und er habe mit ihr den Geschlechtsverkehr vollzogen. Eine gynäkologische Untersuchung bestätigte diese Angabe.

Ihre kleinere Schwester erklärte, ihr Vater hätte dies bei ihr ebenfalls versucht. Als sie drohte, die Polizei zu verständigen, sei es zu keinen weiteren Übergriffen gekommen.

20.1.2003 11:40