Britische Aufsicht fordert Senkung der Handy-Tarife
- Senkung der Handy-Tarife um 14% in drei Jahren gefordert
Die britische Wettbewerbsbehörde fordert nach einem Bericht der "Financial Times" von den Mobilfunkbetreibern starke Preissenkungen. Die Aktien der betroffenen Telekommunikationsunternehmen gaben nach dem Bericht deutlich nach. Die Competition Commission fordere von den Mobilfunkunternehmen eine Senkung der Anschlussgebühren um 15 Prozent und die Senkung der Handy-Tarife in drei Jahren um 14 Prozent, berichtete die Zeitung.
Preissenkungen im Mobilfunkbereich wurden von Analysten allgemein erwartet. Bear Stearns-Analyst Fanos Hira sagte aber, er habe eine etwas geringfügigere Reduktion als die im Bericht genannte erwartet. Allein die Senkung der Anschlussgebühren würde die Einnahmen der Mobilfunkbetreiber um ein Prozent drücken, fügte er hinzu.
Aktien-Kurse fallen nach Ankündigung
Die im Bericht genannten Preissenkungen würden am stärksten den Mobilfunkanbieter MmO2 treffen, der etwa zwei Drittel seiner Umsätze in Großbritannien erzielt. Der Kurs der MmO2-Aktie fiel im freitäglichen Vormittagshandel der Londoner Börse um knapp fünf Prozent auf 48 Pence (0,73 Euro). Aber auch die Gewinne der anderen drei bedeutenden Mobilfunkbetreiber in Großbritannien - die britische Mobilfunktochter der Deutschen Telekom, T-Mobile, Orange und Vodafone - würde durch die Preissenkungen geschmälert. Deutsche Telekom gaben an der Frankfurter Börse um 2,6 Prozent auf 13,61 Euro nach, Orange verbilligten sich an der Pariser Börse um 2,8 Prozent auf 7,53 Euro und auch der Kurs der Vodafone-Aktie fiel um 2,2 Prozent auf 120,5 Pence.
Anordnungen müssen durchgesetzt werden
Die Anordnung der Competition Commission muss die Telekom-Regulierungsbehörde Oftel durchsetzen. Von der Competition Commission war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Die Sprecher von Oftel und MmO2 wollten den Bericht nicht kommentieren.
