Server-Ausgabe von Windows heißt nicht mehr .NET
- Microsoft will prägnantere Namensgebung

Dot-Net hier und Dot-Net da - zuletzt wurde bei Microsoft jede neue Ankündigung mit der magischen Bezeichnung .NET versehen. Jetzt hat der Software-Konzern offenbar damit begonnen, diese Marketing-Strategie zu revidieren, die bei vielen mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet hat.
Erstes Anzeichen: Die für April erwartete Server-Ausgabe von Windows soll nicht mehr "Windows .NET Server 2003" heißen, sondern nur noch schlicht "Windows Server 2003".
"Wir wollten sicherstellen, dass wir in unserer Namengebung klar und prägnant sind - und so konsistent wie möglich", erklärte der Microsoft-Direktor für die .NET-Plattform, Neil Charney. Der Namenswechsel - nur fünf Monate nach der Ankündigung der jetzt wieder gestrichenen Bezeichnung - sei mit keinerlei technischen Änderungen verbunden.
Das Server-Betriebssystem soll nun nur noch ein Logo mit der Aussage ".NET connected" erhalten. Damit wird es nach Angaben Charneys möglich, dass auch unabhängige Software-Entwickler dieses Logo verwenden, um ihre Unterstützung für die technische Plattform kenntlich zu machen.
Künftig soll .NET gezielter als Bezeichnung für den technischen Rahmen der "Web Services" verwendet werden - dabei handelt es sich um Software, die unabhängig von Betriebssystem oder technischer Hardware den Austausch und die Verarbeitung von Daten über das Internet organisiert. Solche Web-Anwendungen stehen auch bei IBM im Blickpunkt der aktuellen Entwicklung.
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