Mittwoch, 15. Jänner 2003

Die Zukunft der Erde: NEWS-Serie Teil 1

  • Woran die Welt leidet - und wie unser Planet gesunden könnte

Neuer Bericht: Das renommierte Worldwatch Institute hat in seinem topaktuellen Report 2003 den Zustand der Welt erhoben. Hoffen & Bangen: Trotz Erderwärmung, Wetterkatastrophen und Artensterben gibt es auch Hoffnung – das Ozonloch über dem Südpol „heilt“, saubere Energie ist im Aufwind.

Die Wächter der Erde sind in Washington, DC, beheimatet. Seit mittlerweile 20 Jahren informiert das renommierte Worldwatch Institute zu Beginn jedes Jahres über seine neuesten Thesen zur „Lage der Welt“. So wurde der „State of the World“-Report zu einer der wichtigsten Informationsquellen bezüglich der globalen Trends in den Bereichen Umwelt, Soziales und Wirtschaft und gilt als wichtigster Überblick zur Lage der (Um)welt seit den berühmten Berichten des Club of Rome.

Der vergangenen Donnerstag in Washington präsentierte Report 2003 verdeutlicht, dass die Liste der globalen Probleme nach wie vor lang ist:

  • Die Erderwärmung infolge des Treibhauseffekts hält unvermindert an: 2002 war das zweitwärmste Jahr nach dem Rekordjahr 1998.

  • Das Leben auf der heißer werdenden Erde wird durch immer heftigere Wetterkapriolen zunehmend teurer: Jahr für Jahr steigen die Schadenssummen.

  • Die Menschheit lebt auf Pump künftiger Generationen: Sie fördert zu viele nicht erneuerbare Rohstoffe wie die fossilen Energieträger Erdöl, Gas, Kohle oder Mineralien aus dem Erdinneren.

  • Die Vielfalt der Arten wird auf alarmierende Weise dezimiert. Die Wissenschaftler sind überzeugt, dass wir das größte Artensterben seit dem Verschwinden der Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren erleben.

  • Die rapide wachsende Weltbevölkerung verschärft die ökologischen, ökonomischen und sozialen Probleme weiter. Trotz allem sieht Christopher Flavin, Präsident des Worldwatch Institute, auch Hoffnungsschimmer: „Globale Umweltanstrengungen und mutige Initiativen zeigen erste Anzeichen einer positiven Umwelt-Revolution.“

  • Die beste Nachricht: Das gefürchtete Ozonloch über der Antarktis beginnt sich zu schließen: Weltweite Bemühungen, etwa das Verbot des Treibhausgases FCKW, zeitigen erste Erfolge.

  • Eine Initiative der Weltgesundheitsorganisation hat die Kinderlähmung fast ausgerottet. Gab es 1988 noch 350.000 Poliofälle weltweit, waren es 2001 nur mehr 480.

    NEWS zeigt in den nächsten vier Wochen die drängendsten Probleme der Erde, aber auch mögliche Lösungsszenarien.

    Die ausführliche Story lesen Sie im neuen NEWS.

    Außerdem:

  • These 1: Wärmere Erde fördert Flutkatastrophen
  • These 2: Das Treibhaus Erde wird unfinanzierbar
  • Reinhold Messner: In 50 Jahren wird es kaum Gletscher geben
  • These 3: Die Menschheit lebt seit Jahren auf Pump
  • These 4: Das Ozonloch am Südpol wird kleiner
  • Christopher Flavin: "Es ist viel zu früh, die Menschheit aufzugeben"
  • These 5: Kaum Platz für 9 Milliarden Menschen

    15.1.2003 13:57