Freitag, 17. Jänner 2003

Städtische & Henderson kooperieren bei Immobilien

  • OPEC-Haus und Amtshaus am Modenapark in Fonds eingebracht
  • Es sollen 6 bis 8 Prozent Rendite erwirtschaftet werden

Die Wiener Städtische Versicherung kooperiert mit der zum australischen Versicherungskonzern AMP gehörenden australischen Henderson Global im Immobilienbereich. Die Städtische hat 10 Prozent des Eigenkapitals des nach deutschem Recht aufgelegten Warburg Henderson Österreich Fonds Nummer 1 gezeichnet.

Zwei Wiener Immobilien - das OPEC-Haus und das Amtshaus am Modenapark - werden von der Wiener Städtischen, laut Generaldirektor Günter Geyer (Bild) eingebracht. Das repräsentiere gemeinsam mit den 10 Prozent des Eigenkapitals einen Wert von rund 25 Mio. Euro. Für das Asset Management verantwortlich ist eine gemeinsame Tochter von Henderson Global Austria und Wiener Städtische, an der die Assekuranz die Mehrheit von 65 Prozent hält. Insgesamt sollen in den Fonds 20 bis 30 Immobilien eingebracht werden. Die Städtische könnte mittelfristig noch weitere ein bis zwei Objekte einbringen.

Aufgelegt wurde der Fonds von der Warburg-Henderson Kapitalanlagegesellschaft für Immobilien mbH mit Sitz in Hamburg, an der die deutsche Privatbank MM Warburg & Co KG und der englische Fondsmanager Henderson Global Investors Ltd. (HGI) zu je 50 Prozent beteiligt sind. HGI ist eine Tochter des australischen AMP Versicherungskonzerns, das verwaltete Vermögen liegt bei 175 Mrd. Euro, davon 19 Mrd. eigenverwaltetes Immobilienvermögen.

Das Eigenkapital und das Fremdkapital des Warburg-Henderson Österreich Fonds Nr. 1 beträgt jeweils 250 Mio. Euro. Der Fonds ist für weitere Partner offen, eingestiegen ist bereits die s Versicherung Wiesbaden, so Geyer. Als Rendite sollen 6 bis 8 Prozent auf das eingesetzte Eigenkapital nach Steuern und Kosten erwirtschaftet werden. Geyer bedauert, dass es in Österreich nach wie vor kein Immobilienfonds-Gesetz gibt. Zuletzt war es im Sommer des Vorjahres gescheitert. Es wäre vorteilhaft, wenn man Immobilienfonds auch nach österreichischem Recht gründen könnte.

Die Wiener Städtische habe sich 2002 zum Ziel gesetzt, ihre Liegenschaftsanteile qualitativ zu verändern. Man habe sich an vier Immobilienfonds beteiligt, die vor allem in Großbritannien, Spanien, Frankreich, Portugal und Griechenland investieren. Die Anteile belaufen sich seinen Angaben zufolge auf jeweils rund 10 Prozent.

17.1.2003 10:27