Adidas: Hälfte der Belegschaft in Klagenfurt gekündigt
- Situation am Kärntner Arbeitsmarkt verschlechtert sich
- Geschäftsführer dementiert Schließung des Standortes
Nach den Kündigungen bei der Schuhfabrik Gabor in Spittal/Drau und dem Personalabbau bei der AIK Electronics nach deren Pleite verlieren nun auch bei Adidas in Klagenfurt 40 Menschen ihren Arbeitsplatz. Die Kündigungen werden im Sommer wirksam, der Standort soll aber erhalten bleiben.
Als Grund für die Halbierung der Arbeitsplätze in der Adidas-Österreichzentrale werden Zentralisierungsmaßnahmen genannt. Grund für die Halbierung der Arbeitsplätze: Diverse Verwaltungsarbeiten werden künftig von Deutschland aus durchgeführt. Geschäftsführer Walter Reisenzahn beteuerte jedoch, dass alle Gerüchte über eine Schließung des Standortes und eine Verlagerung nach Slowenien jeglicher Grundlage entbehrten.
Ganz im Gegenteil, so Reisenzahn, werde man in Klagenfurt Aufgaben für das südliche Nachbarland mit übernehmen. Für ihn ist das ein eindeutiges Indiz dafür, dass der Standort bestehen bleibt. Betroffen von den Kündigungen sind die Bereiche Buchhaltung und Call-Center. Überraschend kam die Ankündigung des Personalabbaus trotzdem, "Adidas Austria" schrieb im Jahr 2001 immerhin 4,7 Mio. Euro Gewinn vor Steuern, auch für 2002 wird eine sehr positive Bilanz erwartet.
Für die zur Kündigung vorgesehenen Mitarbeiter wird ein Sozialplan ausgearbeitet, laut Reisenzahn gebe es für einige die Möglichkeit, Jobs an anderen Adidas-Standorten in Deutschland oder den USA zu übernehmen. Anfang der achtziger Jahre hatten bei Adidas in Klagenfurt noch mehr als 1.000 Menschen gearbeitet, 1988 wurde die Schuhproduktion drastisch reduziert und zwei Jahre später zur Gänze eingestellt. Übrig blieben nur Verwaltung und Kundendienst.
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