Dienstag, 14. Jänner 2003

Energie wird in Ungarn deutlich teurer

  • Strompreise ab 1. Februar um durchschnittlich 10% gehoben
  • Haushalte müssen ab Mai für Gas um 12 Prozent mehr zahlen

Deutlich teurer wird heuer in Ungarn die Energie. Die Strompreise für Endverbraucher werden laut einem Regierungsbeschluss in der Vorwoche per 1. Februar um durchschnittlich 10 Prozent angehoben, berichtet die ungarische Nachrichtenagentur MTI. Für Haushalte wird der Strom damit um 8,7 Prozent teurer, für andere Kunden zwischen 3 und 14 Prozent.

Der Gaspreis für Haushaltskunden wird ab 15. Mai um 12 Prozent erhöht. Firmenkunden mit einem Verbrauch von weniger als 500 Kubikmeter pro Stunde müssen um 15 Prozent mehr zahlen. Weitere Preisanhebungen seien für heuer nicht mehr geplant, so die Regierung. Kunden mit einem höheren Gasverbrauch müssen bereits seit Juli 2002 um 5,2 Prozent mehr zahlen. In den Jahren bis 2000 waren die Gaspreise für Haushaltskunden um durchschnittlich je 12 Prozent gestiegen, im Vorjahr hatte es keine Erhöhungen gegeben.

Geplant ist ein neues Gasgesetz, in dem unter anderem Unterstützungen für Familien mit niedrigeren Einkommen vorgesehen sind, sodass die Haushaltsgaspreise um nicht mehr als 10 Prozent steigen sollen. Weiters sollen die Gaspreise für die Heizung in Haushalten in Hinkunft an die Inflationsrate gebunden werden. Erreicht werden könnte dies dadurch, dass das billigere Inlandsgas für die Konsumenten zur Verfügung gestellt wird. Mit dem Inkrafttreten des neuen Gasgesetzes soll schließlich auch die Liberalisierung vorangetrieben werden, rund 41 Prozent des ungarischen Marktes sollen dann bereits geöffnet sein.

14.1.2003 09:26