Dienstag, 14. Jänner 2003

Pkw-Neuanmeldungen - Kleinerer Rückgang in Europa

  • Minus laut ACEA von 2,9 auf 1,44 Mio. - Österreich -5 Prozent

Der Rückgang der Neuanmeldungen von Personenwagen in Europa ist nach Angaben der Produzenten im vergangenen Jahr geringer ausgefallen als erwartet. Zum Jahresende habe es sogar einen deutlichen Aufschwung gegeben, berichtete der Verband der Europäischen Automobilhersteller (ACEA) am Dienstag in Brüssel.

Nach der ACEA-Statistik für Westeuropa wurden 2002 knapp 14,4 Millionen Pkw angemeldet, das sind 2,9 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Die Zahlen betreffen die 15 EU-Staaten sowie die Schweiz, Norwegen und Island. Dabei war die Entwicklung durchaus unterschiedlich, von minus 11,4 Prozent in Portugal bis zu einem Plus von 15,3 Prozent in Dänemark. In Österreich ging die Zahl der Pkw-Neuzulassungen um 5 Prozent auf 278.908 zurück, in Deutschland um 2,6 Prozent auf 3,25 Mio.

Deutlich aufwärts ging es jedoch im Dezember. Zum Jahresende wurden in den genannten Ländern 11,5 Prozent mehr Autos angemeldet als 12 Monate zuvor. Dabei gab es Steigerungsraten von bis zu 135,2 Prozent in den Niederlanden, 84,6 Prozent in Irland und 51,4 Prozent in Italien, was die ACEA auf den tatsächlichen oder von Kunden befürchteten Wegfall von Kaufanreizen zurückführt. In Österreich gab es im Dezember um rund 10 Prozent mehr Pkw-Anmeldungen.

Den größten Marktanteil hält in Westeuropa die Volkswagengruppe mit 18,4 Prozent im Jahr 2002 (2001: 18,9), gefolgt von der französischen PSA (Peugeot, Citroen) mit 15,0 (14,4) Prozent. An dritter Stelle liegen die japanischen Hersteller mit einem Anteil von insgesamt 11,4 (10,4) Prozent. DaimlerChrysler steigerte seinen Anteil von 6,3 auf 6,6 Prozent, BMW von 3,7 auf 4,3 Prozent.

14.1.2003 08:55