AUA Group kann Boeing 777-Bestellung "abbiegen"
- Statt einem Langstreckenjet werden drei 737-800 bestellt
·AUA-Konflikt
Die Zeichen stehen jetzt auf Sturm!
Die Austrian Airlines Group hat es offenbar geschafft, die aus dem Jahr 1996 - noch von der Lauda Air - stammende Bestellung einer vierten Boeing 777 mit 344 Sitzplätzen umzuwandeln: Statt des einen Langstreckenjets, der nach Verhandlungen nun 2005 hätte ausgeliefert werden sollen, werden nun drei Mittelstrecken-Flugzeuge des Typs Boeing 737-800 - für je 184 Passagiere - bestellt.
Das Geschäft bedarf noch der formellen Zustimmung des Aufsichtsrats der AUA, Liefertermine sind April 2005, April 2006 und Juni 2006.
"Damit leiten wir bereits heute eine Flottenentscheidung für die Zukunft entsprechend unserer Geschäftsfeldspezialisierung ein", sagte AUA-Chef Vagn Sörensen am Montag. Die Geschäftssparte Ferienflug bei Lauda Air werde mit dieser Umwandlung nachhaltig verstärkt. Das Geschäft sei "im guten Einvernehmen mit dem Hersteller zu sehr vorteilhaften und marktkonformen Bedingungen" abgeschlossen worden, betonte Finanzvorstand Thomas Kleibl. Dadurch sei man in der Lage das Investitionsvolumen neuerlich zu reduzieren und dem Bedarf anzupassen. Das stärke die Konkurrenzfähigkeit der Lauda Air.
Im Vorjahr 2002 war eine - ebenfalls schon früher bestellte - Boeing 777 ausgeliefert worden. Dieser Vertrag war nicht mehr zu stoppen, obwohl die AUA kurz nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 wie fast alle Fluglinien mit Überkapazitäten zu kämpfen hatte.
Die Boeing 737-800 mit ihren "blended winglets" (hochgestellten Tragflächenenden) könne wegen des niedrigeren Treibstoffverbrauchs und geringere Emissionen höher, weiter und schneller fliegen als andere Flugzeuge seiner Klasse.
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