Mittwoch, 15. Jänner 2003

Keine vorzeitige Vertragsverlängerung mit Krankl

  • Erst nach der EM-Qualifikation entsprechende Entscheidung
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Die Zuerkennung der EM-Endrunde 2008 durch die UEFA wird im ÖFB auch als Rückenwind für die laufende Qualifikation zur Europameisterschaft 2004 in Portugal betrachtet. Bei der Gruppenauslosung noch als chancenlos gegen die Niederlande und Tschechien angesehen, hat man nun doch wieder den zweiten Platz im Visier. "Die Holländer sind wohl außer Reichweite, aber falls wir in Prag gegen die Tschechen gut abschneiden und auch die Aufgaben Weißrussland und Moldawien bewältigen, dann könnte es zum Abschluss in Wien gegen die Tschechen eine Art Endspiel geben", meinte Friedrich Stickler, der eine Aufbruchstimmung feststellte.

Den schon von manchen geäußerten Vorschlag, man möge den Vertrag von Teamchef Hans Krankl schon in absehbarer Zeit bis zum Jahr 2008 verlängern, erteilte der ÖFB-Präsident eine klare Absage. "Hans Krankl hat bei uns jeden Kredit dieser Welt, aber einen Vertrag über fünf, sechs Jahre einzugehen, so etwas gibt es nirgends", betonte Stickler. Der Zweijahresvertrag mit dem Teamchef läuft mit Ende der Qualifikation aus, dann werde man sich zusammensetzen, steuerte ÖFB-Generalsekretär Alfred Ludwig zu diesem Thema bei.

2002 wäre für Krankl ein "Sichtungsjahr" gewesen, heuer müsse dieses in eine Art Hoffnungskader mit Zukunftsperspektiven übergeführt werden, so der ÖFB-Präsident, der nicht nur 2008 im Blickfeld hat. "Wir müssen auch auf die FIFA- und UEFA-Ranglisten schauen", sagte er und stuft eine Platzierung jenseits der 50 (aktuell: 55) als schlecht ein. Schließlich gebe es für Auslosungen auch Töpfe, daher wäre eine Qualifikation für die EM-Endrunde 2004 und noch mehr für die WM 2006 in Deutschland schon von besonderem Wert und sollte daher entsprechend ernst angegangen werden.

"Bei der EM 2008 muss Österreich aber auf alle Fälle eine gute Nationalmannschaft präsentieren, mit der man erfolgreich abschneiden kann. Dafür muss einfach alles getan werden", meinte Stickler, der schon bald das Projekt "Challenge 2008" vorstellen will, mit dem der talentierte Nachwuchs für die große Aufgabe aufgebaut wird.

In den nächsten drei, vier Monaten werden auch die entsprechenden Gesellschaften für die Aufgaben EM 2008 gebildet werden Personell ist noch nichts entschieden, doch hätten die österreichischen Mitarbeiter bei der Bewerbung wie z.B. Wolfgang Gramann und Bernd Fisa "großartig gearbeitet".

Vier Länderspiele werden heuer in Österreich ausgetragen. Das freundschaftliche Treffen mit Griechenland am 26. März in Graz (20:30 Uhr), das EM-Quali-Match am 11. Juni gegen Weißrussland (Graz oder Innsbruck/20:30), ein Freundschaftsspiel am 20. August in Wien (20:30) wahrscheinlich gegen den WM-Teilnehmer Costa Rica und das hoffentlich noch entscheidende EM-Qualispiel am 11. Oktober in Wien (17:00) gegen Tschechien. Das Trainingslager vom 2. bis 6. März in Florenz ist fix.

15.1.2003 15:31