ÖFB gab sich neue Statuten - kleines Jahrhundertwerk?
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Der Österreichische Fußball-Bund hat sich neue Statuten gegeben. Die außerordentliche Hauptversammlung stimmte diesem Vorhaben am Wochenende in Wien mit der überwältigenden Mehrheit von 220:55 Stimmen (diese kamen vom NÖFV, dem offenbar vor allem die Aufwertung der Bundesliga zu weit ging) zu. Allerdings wurde auch die Rolle des Präsidiums gegenüber der Hauptversammlung und die Position des Generalsekretärs aufgewertet. Geschaffen wurde ein Beirat, der alle wichtigen Themen, die ÖFB und Bundesliga gemeinsam betreffen, diskutieren und Konflikte ausräumen soll, wie ÖFB-Präsident Friedrich Stickler in einer Pressekonferenz am Mittwoch im Marriott-Hotel bekanntgab.
Die Geschäftsführung des Verbandes wird effizienter, straffer und schneller als bisher agieren können. Die Legislaturperioden wurden von drei auf vier Jahre verlängert, das Stimmrecht obliegt ausschließlich den Mitgliedern (Landesverbände und Bundesliga) und nicht mehr wie bisher auch einzelnen Personen wie Präsidiums- und Ehrenmitgliedern.
Die Bundesliga wurde mit einem Drittel der Stimmen ausgestattet. Beschlüsse, die ausschließlich die Bundesliga betreffen, werden nur mit Zustimmung der Bundesliga getroffen werden können. Der Beirat, der eventuelle, nicht übereinstimmende Positionen ausräumen soll, wird aus acht Personen zusammengesetzt. Das sind der ÖFB- und Bundesliga-Präsident bzw. dessen Stellvertreter, zwei Landes-Präsidenten (die je nach Thema zuständigerweise wechseln können), zwei Vertreter der Bundesliga, der ÖFB-Generalsekretär und ein ÖFB-Vorstandsmitglied. Der ÖFB führte weiters die Position eines vierten Vizepräsidenten ein.
Das "kleine Jahrhundertwerk" wie Stickler die neuen Statuten nannte, war schon von seinem Vorgänger Beppo Mauhart im März 2001in Angriff genommen worden. Bundesliga-Präsident Frank Stronach, derzeit in Florida, zeigte sich in einem Telefongespräch mit dem ÖFB-Boss laut Stickler über die neuen Statuten "sehr erfreut".
Den drei hochwassergeschädigten Verbänden sind inzwischen als Hilfe je 212.733 Euro für den niederösterreichischen und oberösterreichischen Verband und 47.274 für den Salzburger ausbezahlt worden. Der ÖFB (100.000), die Bundesliga/Stronach und die Landesverbände (120.000) sowie die UEFA (252.740) haben dafür die Mittel zur Verfügung gestellt. Der Weihnachtsbasar des ÖFB brachte einen Reinerlös von 4.600 für das SOS-Kinderdorf.
Die Entscheidung, wo das ÖFB-Memphis-Cupfinale am 1. Juni 2003 (16:30) ausgetragen wird, fällt nach dem Viertelfinale. Das Gerhard Hanappi-Stadion gilt als möglicher Endspielort, da im Ernst Happel-Stadion die Konzerte von Herbert Grönemeyer (24.5.) und Bon Jovi (28.05.) das Spielfeld beeinträchtigen könnte. Qualifizieren sich bespielsweise wieder Sturm und der GAK, dann findet das Match in Graz statt.
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