Donnerstag, 16. Jänner 2003

LASK sagte Bundesliga Spielbetrieb für Frühjahr zu

  • Auch im "Fall Bleiberg" wurde Liga aktiv
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Die Rettungsaktion des in finanzielle Schwierigkeiten geratenen Fußball-Erstligisten LASK scheinen von Erfolg begleitet. Peter-Michael Reichel sagte am Dienstag in einem Gespräch Bundesliga-Vorstand Thomas Kornhoff den Spielbetrieb der Linzer für das Frühjahr verbindlich zu. Davor hatte Reichel, der von der Generalversammlung als LASK-Präsident abgewählt worden war, aber als Geschäftsführer der Profi-GesmbH weiter fungiert, die Liga über die wirtschaftliche Situation des Traditionsklubs informiert.

"Der LASK ist ein Klub mit großer Tradition und stellt einen wichtigen Baustein für den Fußball speziell in Oberösterreich dar. Wir sind natürlich am Fortbestand des LASK in der Bundesliga interessiert und hoffen, dass die sportlichen und wirtschaftlichen Voraussetzungen für die Lizenz 2003/04 erbracht werden können", erklärte Kornhoff. "Wir geben den Linzern keine Geldspritze für eine kurzfristige Lösung bis zum Saisonende. Das bringt nicht viel. Doch werden wir den LASK in jeder möglichen Beziehung unterstützen", ergänzte Bundesliga-Pressesprecher Christian Kircher zur Therapie des Linzer Patienten.

Aufsichtsrat eher schweigsam
Am Vorabend hatten die Athletiker, die 1965 als erster Verein außerhalb von Wien den Meistertitel gewonnen haben, ihre entscheidende Aufsichtsratssitzung abgehalten. Reichel und Co. diskutierten über die Zukunft bis nach Mitternacht. Das Ergebnis auf der offiziellen Internet-Homepage der Schwarz-Weißen las sich unter Rubrik Newsflash so: "Liebe LASK Fans, der LASK wird auf alle Fälle die Frühjahrssaison spielen. Das sind die ersten Informationen, die von der gestrigen Aufsichtsratssitzung durchgesickert sind. Nähere Infos liegen noch nicht vor."

Spieler verlassen das sinkende Schiff
Am Dienstag Nachmittag absolvierte der LASK auf der Linzer Verbandsanlage gegen den deutschen Zweitligisten Wacker Burghausen ein Testspiel. Bereits am Vortag war es zu weiteren Vertragsaustritten gekommen. Nach Wimleitner, Schmid, Aflenzer, Struber, Nestl, Cehajic entschied sich nun auch Pascal Ortner, bester Torschütze der Linzer im Herbst, dem Verein als bereits siebenter Spieler den Rücken zu kehren. Knapp vor dem Ausstieg steht auch Yüksel Sariyar.

Gespräche mit Landespolitikern
Kircher bestätigte auch Gespräche zwischen der Liga und Egon Putzi, dem Präsidenten des ebenfalls in finanzielle Schwierigkeiten geratenen SEZ Bad Bleiberg. Sehe man von einigen ausstehenden Gehältern ab, stehe der Vereine de facto schuldenfrei da, so Kircher. Die Bundesliga habe den Ball aufgenommen und sei auf die Landespolitiker zugegangen. "Jetzt kommt es zu Gesprächen, wie die Hilfe aussehen soll", meinte dazu Kircher. Er hält auch eine noch engere Kooperation des Erstligisten mit dem T-Mobile-Bundesligisten FC Kärnten für sehr hilfreich.

Stellungnahme Reichel
Peter-Michael Reichel legte in einer Stellungnahme klar, dass er von der LASK-Generalversammlung nicht abgewählt wurde, sondern nicht mehr für das Präsidentenamt kandidiert hatte.

16.1.2003 15:50