Berger zu neuen Beschlüssen: 'Sinnvoller Kompromiss'
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Die Verantwortlichen bei BMW haben den Kompromiss-Beschluss zu den Regeländerungen in der Formel 1 begrüßt. "Um am Ende eine vernünftige Lösung zu erzielen, hat die FIA ihre Forderungen anfangs drastisch formuliert und damit die Latte sehr hoch gelegt. Das war die Voraussetzung für eine vernünftige Diskussion. Die hat stattgefunden, und es ist ein sinnvoller Kompromiss erzielt worden", erklärte Sportdirektor Gerhard Berger am Mittwoch.
Technik-Direktor Mario Theissen lobte, dass die weit reichenden Reglement-Änderungen nun in einen "praktikablen Zeitrahmen" gestellt worden seien. "Die neuen Vereinbarungen sind für uns in Ordnung, wir arbeiten bereits daran", so Theissen.
Der Internationale Automobilverband (FIA) hatte die ursprünglich geplante Radikal-Reform am Dienstagabend entschärft und das zunächst bereits für Saisonbeginn (9. März) vorgesehene Verbot elektronischer Fahrhilfen um über vier Monate verschoben. Erst ab dem Großen Preis von Großbritannien in Silverstone am 20. Juli dürfen Traktionskontrolle, Automatikgetriebe und Startautomatik nicht mehr eingesetzt werden. Auch andere zunächst vorgesehene Regeländerungen wurden teilweise abgemildert. So ist unter anderem der Boxenfunk zumindest eingeschränkt auch weiterhin erlaubt.
"Die Vorschläge der FIA wurden größtenteils verabschiedet, dies allerdings in einem anderen Zeitrahmen. Damit hat nun jeder genügend Zeit, sich auf die neuen Rahmenbedingungen einzustellen", sagte Berger. Der ehemalige Formel-1-Pilot geht zudem davon aus, "dass die Rennen künftig wieder spannender werden, weil der Fahrer mehr Einfluss erhält".
Theissen gab alledings zu bedenken, dass noch Nachholbedarf bei den Kontroll-Möglichkeiten des Elektronik-Verbots besteht. "Die Überwachung der Abwesenheit von Traktionskontrolle und Startautomatik muss erst entwickelt werden", erklärte der BMW-Direktor.
