Donnerstag, 16. Jänner 2003

FIA setzt sich durch: Änderungen beschlossen

  • Etliche Maßnahmen schon für heurige Saison
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Die Formel-1-Teamchefs haben auf die wirtschaftlichen Probleme reagiert und sich auf umfassende Reglementsänderungen geeinigt. Mit den am Mittwoch auf dem Londoner Flughafen Heathrow beschlossenen und vom Internationalen Automobilsport-Verband (FIA) bekannt gegebenen Maßnahmen soll der enorme finanzielle Aufwand der Rennställe eingeschränkt werden. Damit setzte sich Max Mosley durch. Der FIA-Präsident hatte schon seit Monaten Maßnahmen zur Kostensenkung gefordert und den Teams fehlende Bereitschaft dazu vorgeworfen.

In insgesamt vier Schritten bis 2006 sollen die Änderungen umgesetzt werden. Einige Maßnahmen greifen schon für die im März beginnende Saison. Unter anderem wurde die Telemetrie vom Auto zur Box und umgekehrt sowie der Funkverkehr zwischen Fahrer und dem Team verboten. Nur zwei Autos dürfen an einem Rennwochenende eingesetzt werden.

Startautomatik verboten
Nach der letzten Qualifikation vor dem Rennen müssen die Wagen im so genannten Parc Ferme abgestellt werden, so dass die Mannschaften nicht mehr an ihnen arbeiten können. Auch die Traktionskontrolle, die Startautomatik und Automatikgetriebe werden untersagt.

Motor muss länger halten
Im Jahr 2004 sollen die Autos mit Standard-Bremsanlagen, einheitlichen Heckflügeln und langlebigen Komponenten ausgestattet werden. Ab 2005 darf der Motor erst nach zwei Grand-Prix-Wochenenden ausgetauscht werden, ab 2006 muss der Motor sogar sechs Rennen lang halten.

Punktesystem schon modifiziert
Bereits im vergangenen Oktober hatte die Formel-1-Kommission für 2003 einige Änderungen vorgenommen. So wurde unter anderem der Qualifikations-Modus und das Punktesystem modifiziert. Einschneidende Maßnahmen zur Kostendämpfung wurden damals noch abgelehnt.

16.1.2003 09:18
Ergebnisse, WM-Stand, Team-Porträts