Samstag, 18. Jänner 2003

Stephan Eberharter fuhr Konkurrenz auf und davon

  • Hermann Maier wird bei Abfahrts-Comeback 22.
  • Die BILDER: Maiers 1. Abfahrt nach langer Pause!

Stephan Eberharter hatte am Freitag im "Marathon von Wengen" den längsten Atem. Der Tiroler fuhr auf der 4.455 Meter langen Lauberhorn-Abfahrt der Konkurrenz auf und davon und luchste mit seinem 23. Weltcup-Sieg dem US-Amerikaner Bode Miller wieder die Führung in der Gesamtwertung ab. Hermann Maier belegte bei seinem Abfahrts-Comeback den 22. Rang.

Die zur Kombination zählende, erste von zwei Wengen-Abfahrten war auch punkto Renndauer ein echter Marathon, denn nach zahlreichen Stürzen und Unterbrechungen kam der letzte der 63 Starter erst zweieinviertel Stunden nach Beginn (12.30 Uhr) ins Ziel.

Der Respektabstand zwischen dem erfolgreichen Titelverteidiger Eberharter und dem Rest des Feldes war an diesem Tag eklatant und bestätigte den bisherigen Saisontrend - Daron Rahlves hatte als Zweiter bereits 1,11 Sekunden Rückstand, der drittplatzierte Schweizer Lokalmatador Bruno Kernen bereits 1,38. Hinter Andreas Schifferer als Viertem gab es durch Christoph Gruber die größte Überraschung des Tages.

Lobende Worte für Maier hatte Sieger Eberharter parat: "Eine Super-Leistung." Auch mit seiner eigenen Performance, fünfter Sieg in der siebenten Saison-Abfahrt, durfte der Zillertaler zufrieden sein. "Bisher ist für mich in Wengen alles perfekt aufgegangen - die ideale Startnummer, ein super Ski und ein super Rennen", freute sich der 33-Jährige, der lediglich einen kleiner Fehler an der Minsch-Kante zu bemängeln hatte. Am Samstag werden die Karten aber neu gemischt, denn Eberharter muss mit Nummer 30 ins Rennen gehen. "Wie das ausgeht, ist schwer zu beurteilen", so Eberharter, der für seinen siebenten Saisonsieg und den 13. in der Abfahrt 33.000 Franken einstreifte.

18.1.2003 13:59