Großer Comeback-Sieg von Renate Götschl in Cortina
- 24. Weltcup-Sieg vor Alexandra Meissnitzer
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·Ergebnis
Damen-Super-G in Cortina d'Ampezzo
·Bravo Renate!
Götschl-Sieg auch in Cortina-Abfahrt
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·Super Renate!
Cortina: Götschl 2. hinter Montillet
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Endlich! Im letzten Super G vor der WM hat es für Österreichs Damen am Freitag in Cortina den ersten Saisonsieg in dieser Disziplin und den gleich "doppelt" gegeben. Renate Götschl feierte 0,26 Sekunden vor Alexandra Meissnitzer einen sensationellen Comeback-Sieg. Dritte wurde die Kanadierin Melanie Turgeon. Nur etwas mehr als zehn Monate nach ihrer schweren Knieverletzung im Abfahrtstraining von Lenzerheide gelang der 27-jährigen Steirerin damit der sensationelle Comeback-Sieg. Es war der insgesamt 24. für die "Speed Queen" aus Österreich und der siebente im Super G.
Götschl war schon am Mittwoch im ersten Cortina-Super-G nur von der Abfahrts-Olympiasiegerin Carole Montillet geschlagen worden und hatte als Zweite angedeutet, dass mit einem Sieg bald zu rechnen sein wird. Und nur 48 Stunden später machte die Obdacherin, die seit Cortina mit einem neuen "Gold-Helm" fährt, die Hoffnungen wahr. "Ich kann es noch nicht fassen, dass ich schon wieder gewonnen habe", strahlte Götschl im Ziel über das ganze Gesicht. "Ich habe viele schöne Siege gefeiert, aber der heute ist etwas ganz Besonderes", sagte Götschl, die zuletzt Anfang Februar 2002 in Aare unmittelbar vor Olympia die Sprint-Abfahrt und die Kombination gewonnen hatte.
Schwierigster Super G der Saison
Der Sieg war umso erstaunlicher, weil der von Ante Kostelic gesetzte Kurs deutlich drehender gesetzt und auf seine Tochter Janica maßgeschneidert war. Doch Götschl gehörten trotzdem alle Zwischenbestzeiten, im Ziel lag sie fast drei Zehntel vor Meissnitzer und Turgeon, Weltcup-Leaderin Kostelic wurde Fünfte, und das trotz einiger Probleme im Mittelteil. "Es war wirklich extrem. Ich habe einige Fehler gemacht aber hier auf diesem Hang kommt wohl keine ohne Fehler runter", sagte Götschl. "Dass es ausgerechnet hier beim schwierigsten Super G der Saison geklappt hat, macht mir deshalb eine besondere Freude."
Auch Meissi darf aufatmen
Während sich Götschl damit endgültig auch zu einer Mitfavoritin für die WM machte, durfte auch Alexandra Meissnitzer aufatmen. Mit Platz zwei gelang der ehrgeizigen Salzburgerin endlich wieder ein Podestplatz, "Meisi" war deshalb rundum zufrieden. "Endlich habe ich das Hundertstel-Glück gehabt. Ich weiß, dass mein Ehrgeiz und mein Ärger in der Öffentlichkeit nicht immer gut ankommen, aber ich kann eben aus meiner Haut nicht heraus", gestand die Abtenauerin. Diesmal war sie aber überglücklich: "Am Stockerl zu sein ist immer super. Dieser Super G war technisch sehr anspruchsvoll, kam uns daher entgegen."
Nicht der Tag von Dorfmeister
Sorgenfalten hatte hingegen die dritte WM-Fixstarterin im Super G im Gesicht. Am Mittwoch hatte Michaela Dorfmeister den greifbaren Sieg durch einen groben Schnitzer im Mittelteil weg geworfen und nur Platz zwölf belegt, diesmal reihte sich bei der Weltcup-Titelverteidigerin schon oben Fehler an Fehler, am Ende fuhr sie auch noch an einem Tor vorbei und schied aus. "Nicht, dass ich bereits eine Blockade im Kopf hätte. Aber schön langsam verstehe ich es nicht mehr. Im Training fahre ich Götschl und Meissnitzer davon, im Rennen bringe ich es derzeit nicht runter", grübelte die Niederösterreicherin. "Offenbar will ich es im Moment erzwingen, weil mir schön langsam der Winter davon läuft." Ihr Trost: "Gottseidank sind hier so viele Rennen."
