Renate Götschl gewinnt in Cortina auch die Abfahrt
- Michaela Dorfmeister als Dritte ebenfalls am Stockerl
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·Das RESULTAT
Damen-Abfahrt in Cortina d'Ampezzo
·Doppel-Erfolg
Super-G: Götschl siegt vor Meissi!
·Bravo Hermann Maier & Co.!
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·Super Renate!
Cortina: Götschl 2. hinter Montillet
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Renate Götschl hat in Cortina ein perfektes Comeback hin gelegt. Nach Platz zwei im ersten Super G am Mittwoch gewann die Speed Queen aus Österreich 24 Stunden nach ihrem Comeback-Sieg im zweiten Super G am Samstag auch die Abfahrts-WM-Generalprobe. Die 27-Jährige gewann ihre 13. Weltcup-Abfahrt in 1:30,74 Min. Mit 0,29 Sekunden Vorsprung auf die US-Amerikanerin Kirsten L. Clark und Michaela Dorfmeister (+ 0,33) und feierte Götschl ihren bereits 25. Weltcup-Sieg.
Damit hat Götschl nur zehn Monate nach ihrer schweren Knieverletzung von Lenzerheide in Cortina in drei Speed-Rennen zwei Siege und einen zweiten Platz und damit in ihrem Weltcup-Lieblingsort 280 Weltcup-Punkte und 62.000 Euro Preisgeld geholt. Und sich als Topfavoritin für die schnellen Bewerbe der am 1. Februar beginnenden WM in St. Moritz etabliert. ÖSV-Alpinchef Pum verneigte sich: "Ich ziehe den Hut vor ihr, das war ja nicht irgend eine Knieverletzung sondern eine ganz schwere."
Eine"strahlende" Renate
Götschl strahlte deshalb auch wieder über das ganze Gesicht. "Das war ja ein fast perfekte Fahrt, ich bin ein Super-Rennen gefahren", jubelte die Steirerin über ihre Abfahrts-Performance. Götschl holte sich wie schon im Super G alle Zwischenbestzeiten, trotz einiger kleinerer Unsicherheiten war sie an diesem Tag nicht zu biegen. "Ich hatte wahre Raketen unter den Füßen, ich war direkt unter Zugzwang, so ist es dahin gegangen. Ich habe aber auch gleich gespürt, dass da nicht viel schief gehen kann", lachte die Obdacherin.
25. Weltcup-Sieg
Nach der Super-Serie von Cortina ist Götschl als Achte damit schon wieder zweitbeste ÖSV-Läuferin in der Gesamtwertung. Nach ihrem bereits 25. Weltcup-Sieg zog sie mit der Schweizerin Maria Walliser gleich und stieß in der ewigen Bestenliste auf Platz sieben vor.
Vertrauen ist wieder da
Zwei Gründe führte die erfolgreichste Weltcup-Läuferin der Gegenwart für ihren Exploit im Olympia-Ort von 1956 an: "Erstens mag ich Cortina, hier fühl mich einfach immer pudelwohl", so Götschl, die mit vier Siegen und elf Podestplätzen nun auch erfolgreichste ÖSV-Läuferin im Dolomiten-Nobelort ist. Zweitens ist das Vertrauen wieder da und das war ja das Einzige was noch fehlte, um wieder die alte Götschl zu sein", so die Steirerin.
Einige Tage Pause
Auch das im März so schwer verletzte Knie halte ausgezeichnet, "natürlich spüre ich es aber noch, speziell nach so einem Programm wie in Cortina." Deshalb wird Götschl auch auf den Riesentorlauf am Sonntag verzichten und sich einige Tage Pause gönnen, erst in Marburg-RTL vor der WM noch ein Mal starten.
Dorfi kann wieder lachen
Happy war seit langem wieder einmal auch Michaela Dorfmeister. "Ich war schon länger sehr am Zweifeln, nicht erst hier in Cortina. Skifahrerisch habe ich es drauf, im Rennen will ich aber offenbar zu viel. Deshalb bin ich mit Platz drei sehr zufrieden", sagte die Weltcup-Titelverteidigerin. Alexandra Meissnitzer, Freitag hinter Götschl im Super G noch Zweite, wurde in der Abfahrt nur Zwölfte.
Schwere Stürze
Die letzte Abfahrt vor der WM musste wegen schwerer Stürze von Ingrid Rumpfhuber bzw. der Schweizerin Martina Müller zwei Mal länger unterbrochen werden. Die Oberösterreicherin zog sich dabei eine Bänderüberdehnung im Knie zu. Ob und wie lange die Rumpfhuber pausieren muss, steht noch nicht fest.
