Zweiter Saison-Podestplatz für Rettl: Dritter in Igls
- "Bin voll zufrieden" - Überlegener Sieg für Schweizer Stähli

Martin Rettl stand im Heim-Weltcup zum zweiten Mal in dieser Saison auf dem Siegespodest. Der Olympia-Silbermedaillengewinner von Salt Lake City erreichte am Freitag in Igls mit einer fehlerhaften Fahrt im ersten Lauf nur Platz sechs, steigerte sich aber dank der viertbesten Zeit im zweiten Durchgang noch auf den dritten Gesamt-Rang. Der Sieg ging an den Schweizer Olympia-Dritten Gregor Stähli, der in beiden Läufen Bestzeit markierte.
"Ich bin voll zufrieden, weil ich mein großes Ziel, auf das Podium zu fahren, erreicht habe", erklärte der Tiroler, der am 1. Dezember auf der Olympiabahn in Park City Zweiter gewesen war. Ein Lapsus in Lauf eins beendete vorzeitig seine Chancen auf das oberste Treppchen des Siegerpodests. "Da hatte ich einen schweren Fehler, so etwas passiert mir normalerweise nicht. Momentan ist eben die Dichte so groß, da entscheiden Nuancen über Sieg und Niederlage", sagte Rettl, dessen Trainer Michael Grünberger jedoch dem möglichen ersten österreichischen Weltcup-Sieg im Skeleton seit Mario Guggenberger in Igls vor fünf Jahren etwas nachtrauerte. "Ich hätte mir ein bisschen mehr erwartet", meinte Grünberger.
Am Montag reist das österreichische Skeleton-Team nach St. Moritz, wo am kommenden Wochenende die Europameisterschaften über die Bühne gehen. "Dort will ich unbedingt eine Medaille", hat sich Rettl hohe Ziele gesteckt. Neben dem Tiroler werden Walter Stern und Markus Penz in der Schweiz starten, Lydia Mayr tritt als einzige Österreicherin im Damen-Bewerb an.
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