Fingerlos holte zum WM-Abschluss Boardercross-Silber
- Die ÖSV-Herren gingen leer aus
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Das ist die "silberne" Pederzolli
Österreich beendete die 5. FIS-Snowboard-WM auf dem Kreischberg mit drei Medaillen. Nach Gold für Siegfried Grabner im Parallel-Slalom und Silber von Nicola Pederzolli in der Halfpipe holte Ursula Fingerlos am Sonntag zum Abschluss noch Silber im Snowboardcross der Damen. Manuela Riegler begrub durch einen Sturz im Finallauf ihre Medaillenhoffnungen. Die ÖSV-Herren gingen leer aus und mussten sich mit den Plätzen sieben (Dieter Krassnig) und acht (Alexander Koller) im kleinen Finale zufrieden geben. Die letzten beiden WM-Titel in der Steiermark gingen durch Karine Ruby und Xavier Delerue an die erfolgreichste Nation dieses Boarder-Großereignisses: Frankreich.
"Unglaublich, das ist so befreiend", strahlte Ursula Fingerlos in einer ersten Reaktion nach WM-Silber. Die 26-jährige Salzburgerin musste sich im Finale nur der französischen Ausnahmekönnerin Karine Ruby geschlagen geben, die ihren Boradercross-Titel von Madonna di Campiglio erfolgreich verteidigte und sich auf dem Kreischberg die zweite Medaille nach Silber im Parallel-Slalom holte. Auch Bronze ging durch Victoria Wicky an eine Französin, allerdings profitierte diese vom Sturz der auf Medaillenkurs liegenden Manuela Riegler.
Sturz von Manuela Riegler
"Ich habe eine der Rippen auf der Piste erwischt und die Medaille dadurch aus der Hand gegeben. Silber und Bronze wären perfekt für uns gewesen, der vierte Platz bei einer WM ist halt undankbar. Aber die Ursula hat Silber wirklich verdient", freute sich Österreichs erfolgreichste Boarderin trotz des Sturzes mit ihrer Teamkollegin. "Ich hatte einen schlechten Start, aber dann habe ich einen lila Helm neben mir gesehen und gedacht, dass passt", ließ Fingerlos nochmal den Final-Run Revue passieren, als die beiden Salzburgerinnen eine Zeit lang gleichauf gelegen waren. "Karine ist eine Super-Fahrerin, die konnte ich nicht mehr einholen, obwohl ich schon sehr am Limit war", meinte die Vizeweltmeisterin.
Gerechte Belohnung
Für die Boardercross-Spezialistin war Silber die gerechte Belohnung nach zahlreichen Weltcupsiegen und Siegen im Spezialweltcup 1998 und 1999 sowie dem Erfolg beim bisher einzigen Weltcup-Bewerb in dieser Saison in Valle Nevado. Zudem hatte sie 1998 bei den Olympischen Spielen in Nagano Platz 5 im Riesentorlauf belegt. Teamkollegin Doresia Krings war im Viertelfinale gescheitert und ärgerte sich danach über ihr Missgeschick am Start ("da bin ich gegen die Wand gekracht"), für Doris Günther bedeutete schon die Qualifikation am Vormittag die Endstation.
Keine Herren-Medaille
Bei den Herren schafften zwar alle vier ÖSV-Starter den Final-Einzug (im Gegensatz zu den Damen, wo die Top 16 die Medaillen ermitteln, sind bei den Männern 32 in der Entscheidung dabei), dort aber blieb Lukas Grüner bereits im Achtelfinale auf der Strecke. Für Alex Maier kam das Aus im Viertelfinale ("Ich bin zu weit gesprungen und auf der Kante gelandet, nach diesem Schnitzer bin ich außer Schwung gekommen), Dieter Krassnig und Alexander Koller hingegen schafften den Aufstieg ins Semifinale. In der Vorschlussrunde aber blieben beide Österreicher im zweiten Run auf der Strecke und mussten sich mit dem kleinen Finale begnügen.
Spannendes Duell
Dort lieferten sie sich ein spannendes Duell, dann fiel zunächst Koller zurück, ehe Krassnig kurz vor dem Ziel stürzte und sich an der Hand verletzte. "Es geht ihm nicht gut. Schade, weil es im kleinen Finale um nichts mehr geht", ärgerte sich Alex Koller über die Verletzung seines Teamkollegen. "Ziel war eine Medaille, noch dazu weil es meine letzte WM war. Aber es sollte nicht sein", resümierte Koller. Im Finale setzte sich Xavier Delerue vor dem US-Amerikaner Seth Wescott und dem Kanadier Drew Nelson durch und holte damit die vierte Goldmedaille für Frankreich auf dem Kreischberg.
2005 in Whistler Mountain
Unmittelbar nach den letzten beiden Bewerben begann die Abschlussfeier für die Snowboarder, die sich 2005 im kanadischen Whistler Mountain wieder um WM-Medaillen duellieren werden.
| Snowboardcross Damen: | ||
| 1. | Karine Ruby | (FRA) |
| 2. | Ursula Fingerlos | (AUT) |
| 3. | Victoria Wicky | (FRA) |
| 4. | Manuela Riegler | (AUT) |
| 5. | Tanja Frieden | (SUI) |
| 6. | Vroni Brandt | (GER) |
| 7. | Jennifer Frino | (ITA) |
| 8. | Deborah Anthonioz | (FRA) |
Doris Günther in der Qualifikation, Doresia Krings (beide AUT) im Viertelfinale ausgeschieden.
| Snowboardcross Herren: | ||
| 1. | Xavier Delerue | (FRA) |
| 2. | Seth Wescott | (USA) |
| 3. | Drew Neilson | (CAN) |
| 4. | Guillaume Nantermod | (SUI) |
| 5. | Manuel Uhlmann | (SUI) |
| 6. | Guillaume Sachoz | (FRA) |
| 7. | Dieter Krassnig | (AUT) |
| 8. | Alexander Koller | (AUT) |
Lukas Grüner im Achtelfinale, Alexander Maier (beide AUT) im Viertelfinale out.
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