Dienstag, 14. Jänner 2003

Koubek erlitt Ermüdungsbruch an der Rippe

  • Drei bis vier Wochen Pause - Daviscup-Antreten fraglich

Die Verletzung von Stefan Koubek ist um einiges schlimmer als befürchtet. Bei einer genauen Untersuchung nach seiner Niederlage stellte sich heraus, dass er einen Ermüdungsbruch an der dritten Rippe erlitten hatte. Der Daviscupper muss nun drei bis vier Wochen pausieren. Koubek wird nun so schnell wie möglich heimfliegen und mit der Therapie beginnen. Unter Umständen wird es auch eng für ein Antreten im so wichtigen Daviscup-Auswärtsmatch in Norwegen (7. - 9. Februar).

Die Schmerzen im Brustbereich hatte Koubek schon aus Doha nach Auckland mitgenommen - die neuseeländischen Ärzte sprachen allerdings von einer Entzündung und verschrieben nur schmerzstillende Mittel. Koubek spielte trotz Schmerzen gegen Nielsen, Sluiter und Zabaleta. Der Kärntner konnte kaum trainieren und hoffte auf Besserung. "Doch anstatt besser ist es immer schlimmer geworden", sagt er gegenüber der ÖTV-Homepage (http://www.oetv.at), "ich habe in den letzten Tagen kaum noch trainieren können."

"Es hat manchmal höllisch weh getan"
Weder Koubek noch Bresnik wollten die Verletzung in den vergangenen Tagen zu sehr in den Vordergrund stellen - obwohl der Doha-Sieger schon bei der Niederlage gegen Zabaleta stark gehandicapt war. Koubek: "Es hat manchmal höllisch wehgetan. Aber wir haben gesagt: Weniger jammern, mehr gewinnen." Die schwere Partie gegen den gefährlichen Qualifikanten Andreas Vinciguerra (Bresnik: "Der ist sehr gut drauf! Die Partie wäre auch für einen fitten Stefan schwer geworden") zeigte aber endgültig die körperlichen Grenzen auf. Koubek führte im zweiten Satz mit 4:1, "den Satz hätte ich auch gewinnen müssen. Ich spiele nach wie vor sehr gut - nur konnte ich den Arm dann nicht mehr heben. Das hat bei jedem Aufschlag richtig wehgetan. Ungefähr so stell ich mir einen Messerstich in die Brust vor."

Trotz der Enttäuschung bleibt Koubek zuversichtlich: "Ich werde die Zeit nützen, um so stark zurück zu kommen, wie ich vor der Verletzung war. Ich habe in Doha gesehen, was möglich ist. Das gibt mir viel Selbstvertrauen. Und die Punkte aus dem Vorjahr habe ich immerhin gerettet." Die Ärzte in Melbourne sprachen von drei bis vier Wochen Pause - das könnte für Koubek auch im Hinblick auf den Daviscup-Länderkampf in Norwegen knapp werden. "Ich hoffe, ich bin rechtzeitig fit!"

14.1.2003 19:12