Parallel-Slalom: Goldmedaille für Grabner!
- Harald Walder belegt den sechsten Platz
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Sigi Grabner ist Weltmeister! Der Österreicher holte sich im Duell mit dem Franzosen Mathieu Bozzetto die Goldmedaille im Parallel-Slalom. Grabner hatte bereits im ersten Final-Lauf einen Vorsprung herausgefahren, im zweiten Durchgang stürzte der Franzose beim vierten Tor. Bronze ging an den Schweizer Simon Schoch. Harald Walder belegte im Endklassement den sechsten Platz.
Siegfried "Sigi" Grabner hat sich selbst und Gastgeber Österreich am dritten Tag der 5. FIS-Snowboard-WM auf dem Kreischberg mit Gold im Parallel-Slalom der Herren erlöst. Der Kärntner holte sich nach mehreren Vize-Weltmeistertiteln bei der ISF endlich sein erstes Gold und sorgte damit am Dienstag auch für das erste österreichsche Edelmetall bei den Heim-Titelkämpfen. Weltcup-Leader Mathieu Bozzetto aus Frankreich blieb nur Silber, Bronze holte Simon Schoch aus der Schweiz, der schon am Sonntag zum Auftakt im Parallel-Riesentorlauf mit Silber eine Medaille gewonnen hatte.
Ganz relaxed zu Gold
"Ich war heute so locker drauf und habe sogar am Start noch Musik gehört. Das ist genau das Richtige für mich. Endlich haben wir eine Medaille und ich persönlich habe endlich mein Gold". strahlte der Kärntner mit Wohnsitz Andorra nach seinem Triumph. Erst mit Platz 5 im Parallel-Riesentorlauf hatte er sich seine Fahrkarte im Slalom gesichert, denn zuvor war die interne Qualifikation mit Alexander Maier auf des Messers Schneide gestanden.
Diesmal aber war Sigi nicht zu stoppen: Der Reihe nach räumte er den Kanadier Jasey Jay Anderson, den Slowenen Dejan Kosir als Weltmeister im Parallel-RTL, Titelverteidiger Nicolas Huet aus Frankreich (Champion im Parallel-Slalom 1999 und 2001) und im Finale auch dessen Landsmann Mathieu Bozzetto aus dem Weg.
Perfekter Final-Lauf
"Mein erster Lauf im Finale war perfekt, obwohl ich meine Schulterverletzung noch etwas spüre. Der Übergang am Schluss ist sehr schwierig, da muss man es gut laufen lassen. Aber im Gegensatz zum Riesentorlauf ist mir das super gelungen", so der neue Champion. Mit 0,63 Sekunden Vorsprung ging er damit in den zweiten Lauf, sein Gegner - Saisondominator in den Weltcup-Parallel-Slaloms - stand zu sehr unter Druck und verschnitt am dritten Tor, damit war der Weg frei für Sigi, der locker mit der Gewissheit ins Ziel fuhr, erstmals WM-Gold sicher zu haben.
Sigi lässt's jetzt krachen!
"Mich freut's natürlich auch für das Team, denn wir haben einen super Team-Spirit. Der Druck bei der Heim-WM ist natürlich da, aber das Publikum gibt auch Kraft. Jetzt werde ich intensiv feiern. Vor der Arbeit gibt es keine Party, aber dann kann man es krachen lassen", kündigte der 27-Jährige, Urgestein der ISF, eine lange Nacht an. Bei der ISF war er zwar mehrfacher Europameister und Vizeweltmeister, auf Gold musste der Sympathikus im österreichischen Team jedoch bis zum 14. Jänner 2003 warten. Kurzfristig hatte er vor der Saison sogar einen Start für Russland überlegt, sich aber gottlob für den ÖSV anders entschieden.
Restliche Österreicher eher schwach
Die restlichen Österreicher standen bei Sonnenschein und endlich wärmeren Temperaturen auf dem Kreischberg ganz im Schatten des Weltmeisters. Harald Walder schaltete im Achtelfinale Teamkollegen Michael Dabringer (Platz elf) aus, ehe er gegen Simon Schoch den Kürzeren zog und sich mit Rang sechs begnügen musste. Felix Stadler (Platz 29) war bereits am Vormittag in der Qualifikation auf der Strecke geblieben und dementsprechend fertig: "Für mich war die Heim-WM ein Drama in zwei Akten. Zunächst lief es im Parallel-Riesentorlauf nicht und dann hat mich gestern Abend mein Servicemann angerufen und mir mitgeteilt, dass mein Rennbrett kaputt ist. Die Enttäuschung ist jetzt natürlich groß."
| Das Endklassement: | |||
| 1. | Siegfried Grabner | AUT | GOLD |
| 2. | Mathieu Bozzetto | FRA | SILBER |
| 3. | Simon Schoch | SUI | BRONZE |
| 4. | Nicolas Huet | FRA | |
| 5. | Dejan Kosir | SLO | |
| 6. | Harald Walder | AUT | |
| 7. | Gilles Jaquet | SUI | |
| 8. | Ryan McDonald | USA | |
| Das Final-Duell: | ||
| Siegfried Grabner | - | Mathieu Bozzetto |
| Die Halbfinal-Duelle: | ||
| Siegfried Grabner | - | Nicolas Huet |
| Simon Schoch | - | Mathieu Bozzetto |
| Die Viertelfinal-Duelle: | ||
| Dejan Kosir | - | Siegfried Grabner |
| Nicolas Huet | - | Ryan McDonald |
| Simon Schoch | - | Harald Walder |
| Gilles Jaquet | - | Mathieu Bozzetto |
| Die Achtelfinal-Duelle: | ||
| Dejan Kosir (SLO) | - | Alexander Lien (NOR) |
| Jasey Jay Anderson (CAN) | - | Siegfried Grabner (AUT) |
| Philipp Schoch (SUI) | - | Nicolas Huet (FRA) |
| Ascan Barone Pitscheider (ITA) | - | Ryan McDonald (USA) |
| Simon Schoch (SUI) | - | Rok Flander (SLO) |
| Michael Dabringer (AUT) | - | Harald Walder (AUT) |
| Gilles Jaquet (SUI) | - | Richard Rikardsson (SWE) |
| Mathieu Bozzetto (FRA) | - | Markus Ebner (GER) |
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