Freitag, 17. Jänner 2003

Schwere Unwetter über Brasilien: Mind. 40 Tote!

  • Heftige Regenfälle im Südosten sorgen für Vermurungen
  • Tausende obdachlos

Die seit drei Tagen anhaltenden schweren Unwetter im Südosten Brasiliens haben mindestens 40 Menschen das Leben gekostet. Am schwersten betroffen war nach Medienberichten vom Samstag das Land Minas Gerais, wo bisher 37 Tote, 15 Vermisste, 200 Verletzte und mehr als 10.000 Obdachlose registriert wurden.

Unter den Opfern sind auch neun Kinder einer Familie, die in der Minas-Hauptstadt Belo Horizonte ums Leben kamen, als ihr Haus in einem hügeligen Slumviertel von Erd- und Geröll-Massen begraben wurde. Drei Todesopfer gab es am Samstag im Land Rio.

Der Regen schwächte sich unterdessen am Samstag in Minas etwas ab. Doch die Meteorologen warnten, dass für Sonntag und Montag weitere starke Regenfälle erwartet würden. In vielen Vierteln von Belo Horizonte mussten die Such- und Rettungsarbeiten am Freitag auf Grund der großen Erdrutschgefahr immer wieder unterbrochen werden. Neben Belo Horizonte wurden nach Angaben von Feuerwehr und Zivilschutz weitere 34 Gemeinden in Minas von den Unwettern, Erdrutschen und Überschwemmungen schwer betroffen. Dort sei überall der Notstand ausgerufen worden. Straßen waren unbefahrbar.

Unwetter-Tragödien haben im Südosten Brasiliens allein seit Mitte Dezember bereits 112 Menschen das Leben gekostet. Die meisten Opfer lebten in behelfsmäßigen Behausungen in Armenvierteln.

17.1.2003 08:19