Wirbelsturm verwüstete weite Teile der Fidschi-Inseln
- Tote und millionenschwerer Schaden befürchet

Bei einem verheerenden Wirbelsturm über den südpazifischen Fidschi-Inseln sind weite Teile des Archipels verwüstet worden. Auf der Insel Vanua Levu sei vermutlich eine siebenköpfige Familie in ihrem Haus von den Fluten überrascht worden und ertrunken, teilte das örtliche Rote Kreuz am Mittwoch mit. Auf zwei anderen Inseln seien ein Mann und möglicherweise ein Kind ums Leben gekommen, hieß es.
Regierungschef Laisenia Qarase berichtete nach einem eintägigen Flug über die Inselgruppe an Bord einer neuseeländischen Militärmaschine, dass besonders der Norden schwer getroffen worden sei. Der Schaden werde sich "auf Abermillionen Dollar" belaufen, schätzte er.
Der Wirbelsturm habe die Anbaugebiete der Inseln großflächig geschädigt, berichtete Qarase. Der Zyklon "Ami" habe eine Schneise in das Archipel geschlagen, die aus rund 350 Metern Höhe deutlich zu sehen sei. In Labasa, der größten Stadt auf Vanua Levu, seien Bäume und Strommaste umgestürzt. Das örtliche Fernsehen berichtete von Plünderungen während des Sturms. Weite Teile des Archipels wurden zum Katastrophengebiet erklärt. Am Donnerstag sollte ein australischer Hilfsflug mit Rettungskräften zu den abgelegeneren, kleinen Inseln starten.
Die Verständigung zwischen Vanua Levu und Viti Levu, den beiden größten Inseln des Archipels, ist nach Angaben der Katastrophenschutzbehörd zusammengebrochen. Ein Funker auf Nayau hatte am Dienstag von bis zu 30 Meter hohen Wellen berichtet. Demnach hatten die Einwohner in Höhlen Schutz gesucht.
Knapp vier Wochen zuvor hatte der Wirbelsturm "Zoe" die gut 1.000 Kilometer nordwestlich liegende Inselgruppe der Salomonen verwüstet. Tausende Bewohner der Inseln waren im Dezember tagelang von der Außenwelt abgeschnitten. Entgegen anfänglicher Befürchtungen überlebten jedoch alle Einwohner der Inseln Tikopia und Anuta den Sturm.
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