Donnerstag, 16. Jänner 2003

FPÖ: Bundespartei mit 3,5 Mio. Euro im Minus

  • "ZiB 2": Nun sollen Landesparteien einspringen
  • MEINUNG POSTEN: Welche Regierung wünschen Sie sich?

Die Parteikasse der Bundes-FPÖ ist leer - das Minus beträgt derzeit 3,5 Mio. Euro: das berichtete Donnerstag Abend die "ZiB 2". Partei-Vize Thomas Prinzhorn sieht dennoch keinen Grund zur Sorge: schließlich gebe es auch die Länderorganisationen. Diese sollten also der Bundespartei zu Hilfe kommen. Parteichef Herbert Haupt betonte gegenüber dem ORF-Fernsehen jedoch, die Finanzsituation bedeute "für jeden mehr Arbeit".

In die Pflicht genommen sind damit vor allem die derzeitigen 18 freiheitlichen Nationalrats-Abgeordneten. Einer von ihnen ist Sepp Bucher - und er signalisiert, man werde sich entsprechend bemühen. Er sei Unternehmer, so Bucher, und als Unternehmer entwickle man vor allem dann Kräfte, wenn es dem Unternehmen nicht so gut gehe.

Die schwierige Finanzsituation der FPÖ hat mehrere Ursachen: zuerst teure Plakatkampagnen für die FPÖ-Regierungsmitglieder, dann Einstieg in den Wahlkampf. Als bereits überall Sujets mit Spitzenkandidat Mathias Reichhold affichiert sind, löst ihn Haupt in dieser Rolle ab. Rasch müssen die Plakate ausgetauscht werden. Und schließlich kommt es zur Wahlschlappe, womit die Rückerstattung der Wahlkampfkosten durch den Staat wesentlich geringer ausfällt als in nach Wahlen in den vergangenen Jahren.

16.1.2003 22:26