Sonntag, 19. Jänner 2003

Ferrero-Waldner wirbt bei "CD im Schnee" um Olympia

  • Herrliches Wetter beim Diplomaten-Skiausflug 2003

Außenministerin Benita Ferrero-Waldner hat beim Diplomaten-Skiausflug in Bad Hofgastein leidenschaftlich für die Unterstützung der Olympia-Bewerbung 2010 geworben. Die gemeinsame Bewerbung der Stadt Salzburg mit der Region Amade, der Stadt Kitzbühel/Tirol und Schönau/Königssee in Bayern für die Olympischen Winterspiele "zeigt, dass wir in einem offenen Europa leben". Dies sei ein starkes Argument, erklärte die gebürtige Salzburgerin unter lebhaften Applaus der anwesenden Repräsentanten von über 50 Staaten im Kursalon von Bad Hofgastein.

Die Entscheidung für die Olympischen Winterspiele 2010 wird am 2. Juli 2003 in Prag fallen. Mitbewerber sind neben Salzburg das kanadische Vancouver und Pyeongchang in Südkorea. Salzburg stellt seine Kandidatur unter das Motto "Sport, Kultur, Umwelt". Die Olympischen Spiele inklusive der Paraolympics sollen sich nach den Vorstellungen der Initiatoren auf drei Zentren in zehn Orten Salzburgs, Tirols und Bayerns konzentrieren, alle im Umkreis von 80 Kilometern und verkehrstechnisch bestens erschlossen.

Auch die Salzburger Landeshauptmann-Stellvertreterin Landesrätin Maria Haidinger, die anstelle von Landeshauptmann Franz Schausberger die Diplomaten Samstagabend zu gepflegter Salzburger Volksmusik und Volkstanz lud, warb in ihrer Rede für Olympia 2010. Mit Natur und Umwelt pflege man in Salzburg "einen behutsamen Umgang", und diesem Prinzip würde auch beim Ausbau der Sportstätten Rechnung getragen. Bezogen auf den heurigen "CD-im-Schnee"-Austragungsort erinnerte die auch für Gesundheit zuständige Landesrätin an die lange Tradition des Kurortes Bad Hofgastein, wo Berühmtheiten wie Paracelsus, Siegmund Freud, Robert Schumann und Johann Strauß kurten. Ein Atout sei auch die Nähe zum Geburtsort Mozarts, zur Kulturstadt Salzburg.

Rundum begeistert von den guten Skisportbedingungen und dem strahlenden Wetter zeigten sich die Botschafter und ihre Begleitungen in Bad Hofgastein. Zu den eifrigen Skifahrern zählten auch die beiden amerikanischen Botschafter, Lyons Brown (bilateral) und Kenneth Brill (UNO-Organisationen). Browns Gattin Alice Cary präsentierte sich beim Salzburger Abend wie viele andere Diplomatenfrauen stolz im Trachtendirndl. Die Außenministerin frönte ebenfalls am Samstagvormittag bis zur mittägigen Einkehr in die Skihütte dem Alpinskilauf. Die Wandergruppe legte stattliche 14 Kilometer zurück, wobei Pferdeschlitten allzu müde Wanderer aufnahmen und ans Ziel brachten.

Grund zur Freude hatte auch das Außenministerium als Veranstalter von "CD im Schnee". Mittlerweile gibt es genug Sponsoren aus der Wirtschaft, um diese touristische Großveranstaltung kostendeckend durchzuführen. Trotz einiger spektakulärer Stürze bei den Skifahrern ging das Wochenende in den Bergen ohne Verletzungen ab. Dass man sich auch mit einem "Gipshaxn" prächtig unterhalten kann, bewies Beate Winkler, die Leiterin der Europäischen Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (EUMC). Unter gekonnter Führung von Außenamts-Generalsekretär Johannes Kyrle wagte sie sogar ein Tänzchen. Wohlgemerkt: Den Gipsfuß hatte Frau Winkler bereits zum CD-Ausflug mitgebracht. Sonntagnachmittag brachte der ÖBB-Sonderzug die stattliche, rund 150 Personen umfassende CD-Riege nach Wien zurück.

19.1.2003 12:10